Die Chemie der 2-Amino-1,3,4-oxdiazole
✍ Scribed by Gerd Blankenstein; Klaus Möckel
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 2010
- Weight
- 725 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2402
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✦ Synopsis
Die 2-Amino-l,3,4-oxdiazole haben bisher nur eine ver-hhltnismiiBig geringe Beachtung gefunden. Es sind Heterocyclen, die einerseits stabil genug sind, um eine leichte Isolierung und Handhabung zu ermoglichen, die aber andererseits so reaktionsfhhig sind, d a l zahlreiche Umsetzungen durch Substitution oder Ringoffnung zu definierten und interessanten Produkten fiihren. Die bisherige Bearbeitung dieser Stoffklasse ergibt ein aufschlulreiches Bild von den moglichen Komplikationen bei der Aufkliirung eines neuen Sachverhalts. 1. Historischer Uberblick 5-Substituierte 2-Amino-l,3,4-oxdiazole wurden in dcr Literatur unter ihrem richtigen Namen zuerst von Stolld und Fehrenbach [43] im Jahre 1929 beschrieben, jedoch sind diese Verbindungen bereits vorher bearbeitet worden. Schon im Jahre 191B erhielt Bougault [21, [3], [4], [5] bei der Oxydation von einigen a-Ketosluresemicarbazonen mit Jod 2-Amino-1,3,4-oxdiazole, welche er auf Grund eines Analysenfehlers zuniichst als Acylsemicarbazide ansah. Zwei Jahre danach berichtigte er die Summenformeln [Sl, und in einer spateren Arbeit mit Popovici 1171, [38] gelangte er zu der ebenfalls irrigen Vermutung, da13 den Verbindungen die Struktur von Hydroxy-triazolen zukomme. 1) Girard [25], [26] behandelte 1941 die ,,Hydroxytriazole" von Bougault und Popovici mit Alkalien und erhielt dabei Verbindungen, die er als die eigentlichen 5-substituierten 3-Hydroxy-1,2,4-triazole erkannte. Dabei muBte er die Bougaultschen Verbindungen als Triazolone und ihre Reaktionen als deren Tautomerisierung auffassen. Dagegen konnte Gehlen [12] nachweisen, da13 es sich hierbei um die alkalische Verseifung der Amino-oxdiazole handelte. I n Unkenntnis der Gehlenschen Arbeit wurde von Maggio, Werber und Lombardo [33] elf Jahre spilter nochmals bestiitigt, daB 2-Amino-l,3,4-oxdiazole beim Kachen mit Alkalien in 5-substituierte 1,2,4-Triazolone(3) umgewandelt werden. Inzwischen waren auf anderen Wegen Aminooxdiazole dargestallt worden. So erhielt Pellizzari [37 ] 1926 Bus Nu-Cyan-phenylhydrazin und Saurechloriden am Ringstickstoff substituierte Imino-oxdiazoline, die als Sonderfall der Amino-oxdiazole betrachtet werden k8nnen. (Siehe auch [lo], [ll].) Im Jahre 1929 erschien dann die grundlegende Mitteilung von Stolld nnd Fehrenbach [43] uber die 2-Amino-l,3,4-oxdiazole, in der nicht nur der Grundk6rper, sondern auch einige in 5-Stellung substituierte Verbindungen sowie Derivate beschrieben wurden und die Struktur ihre Aufklarung fand. Zugleich war mit der Cyclisierung von ') Bemerkenswert ersoheint in diesem Zusammenhang, daO Stormer und Kirchner 141 I auch dns von Bougault dargestellte 2-Amino-5-benryl-l,3,4-oxdiaaol erhielten und unter Uosugnahme auf deeeen erste Veroffentlichung die falsche Auffnssung van der Phennoetyleemicarbarid-Struktur iibernahmen.
z. C ~O U ~. , a. JP., m f t Y, 1 9 m
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## Abstract Es werden Komplexverbindungen mit 2‐Amino‐1,3,4‐oxdiazol sowie einigen C—5‐Substitutionsprodukten und verschiedenen Salzen zweiwertiger Übergangsmetalle dargestellt und charakterisiert. Die Basenstärke der verwendeten Aminooxdiazole und das Dipolmoment eines C—5‐Substitutionsproduktes
Eingegangen am 13. Oktober 1966 Die Acylierung von 2-Amino-5-aNryl-l.3.4-oxdiazolen (4) fiihrt nur in Gegenwart von Basen (vorzugsweise Pyridin) zu einheitlichen 2-Monoacetyl-Verbindungen (5). Die Mono-N2-acetyl-Derivate 2 von 2-Amino-5-aryl-l.3.4-oxdiazolen (1) entstehen auch ohne basische Zusatze.