Über den Mechanismus der Oxydationsvorgänge. XXXIV. Die anaerobe Vergärung der Citronensäure durch Hefe
✍ Scribed by Wieland, Heinrich ;Sonderhoff, Robert
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1933
- Weight
- 500 KB
- Volume
- 503
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Mitteilungen aus dem Chem. Laboratorium der Bayer. Akademie der Wissenschaften zu Yfinchen.] Ober den Mechanismus der Oxydationsvorgange. XXXIV. Die anaerobe Vergarung der Citronensaure durch Hefe; von Heinrich Wieland und Robert Sonderhoff. (Eingelaufen am 5. April 1933.) Wie wir vor kurzem mitgeteilt habenl), vermag Brauereihefe Essigsaure, die ihr i n Form von Bariumacetnt bei Gegenwart von Sauerstoff vorgesetzt wird, unter geeigneten Bedingungen zu etwa 10 Proc. in Citroxensaure umzuwandeln; daneben entsteht zu etwa 5 Proc. Berristeinsuure, das ubrige wird im wesentlichen zu CO, und Wasser oxydiert. Da13 die Citronensaure kein stabiles Endprodukt dieser enzymatischen Oxydation ist, wnrde daran erkannt , daB Natriumcitrat von Hefe unter Sauerstoffverbrauch abgebaut wird. Es wurde gleichzeitig festgestellt, daB Citronensaure un ter anaeroben Bedingungen durch Hefe zur CO,-Abspaltung gebracht wird nnd wir haben angenommen, daB diese Decarboxylierung den Auftakt fur den aerobischen Abbau bilde. Die Untersuchung der anaeroben Zersetzung von Citrat durch Hefe hat recht bemerkenswerte Ergebnisse gebracht. Die Reaktionsprodukte bestehen aus vie1 Kolilendioxyd und Essiysaure, weniger Bernsteinsaure und Ameisensaure und wenig Acetaldehyd und Athylalkohol. Alle diese Stoffe, mit Ausnahme der Ameisensaure ' ), unterliegen der enzymatischen Oxydation durch die Hefe, und es ist daher sehr l) XXXII. Mitteilung: A. 499, 213 (1932). %) Vgl. dam 8. 68, Anm. 1.
Destillat a verbrauchte 17,03 ccm "/,,-NaOH 11 b 71 32014 71 11 71 c 71 33,3 1, 9 1 71 d 71 711 1, 11 11 e P* 114 l 7 11 379,2 ccm "/,,-NaOH In Summa ist also die 379,2 ccm "/,,,-NaOH entsprechende Menge an fluchtigen Sauren gebildet worden, das sind rund 38 Mol x 10-3 aus 29 Mol x 10-s Citronensaure. Der Salzriickstand aus dem eingedampften Destillat a wog nach dem Trocknen 0,1452 g, also Aquivalent fur die Sjiure: 63,3. Destillat c -+ d gab einen Saleruckstand von 0,3310 g, entsprechend einem Saureaquivalent von 59,9. Das erste Destillat eeigte schwachen Ge- roch nach hBheren Fettsluren. Daher wohl das fur Essigsaure (60) etwas zu hohe Bquivalent. Die Ameisensiiure wurde erst im folgenden Ansatz isoliert. Der schwach congosaure Ruckstand von der Destil-' 1 A. 503, 72 (1933).
' ) A. 499, 225 (1932). a) Ann. Ac. Sc. Fenn. 33, 3 (1930).
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I) A. 626, 128 (1936). ' ) M. Stephenson, Erg. d. Enzymf. 6, 139 (1937). \*) A. 626, 132 (1936).
Ober den Mechanismus der Oxydationsvorgange. XXXII. Die enzymatische Oxydation von Essigsaure durch Hefe; von Heinrich Fieland und Robert Sonderhoff. Mit 4 Figuren im Text. IAus dem Chem. Laboratorium der Bayer. Akademie der Wissenschaften zu Munchen.] (Eingelaufen am 29. September 1932.) Hit einer
Mit 1 Figur im Text. (Aus dem Chem. Laboratorium der Bayerisehen Akademie der Wissenschaften zu Niinchen.) (Eingeleufen am 29. September 1933.) In der XXX. Mitteilungl) wurde kurz erwahnt, da8 von ,,verarmter" Unterhefe sowohl Methylglyoxal wie Milchsaure aerob dehydriert werden. Diese enzymatischen