Mit 1 Figur im Text. (Aus dem Chem. Laboratorium der Bayerisehen Akademie der Wissenschaften zu Niinchen.) (Eingeleufen am 29. September 1933.) In der XXX. Mitteilungl) wurde kurz erwahnt, da8 von ,,verarmter" Unterhefe sowohl Methylglyoxal wie Milchsaure aerob dehydriert werden. Diese enzymatischen
Über den Mechanismus der Oxydationsvorgänge. XXXII. Die enzymatische Oxydation von Essigsäure durch Hefe
✍ Scribed by Wieland, Heinrich ;Sonderhoff, Robert
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1932
- Weight
- 765 KB
- Volume
- 499
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Ober den Mechanismus der Oxydationsvorgange. XXXII. Die enzymatische Oxydation von Essigsaure durch Hefe; von Heinrich Fieland und Robert Sonderhoff. Mit 4 Figuren im Text. IAus dem Chem. Laboratorium der Bayer. Akademie der Wissenschaften zu Munchen.] (Eingelaufen am 29. September 1932.) Hit einer Hefesuspension, die nach dem bereits beschriebenen Verfahren ' ) durch etwa 20-stundiges Schiitteln unter Sauerstoff von ihren oxydierbaren Zellinhaltstoffen weitgehend befreit ist, ladt sich Essigsaureals Natriumsalz in gepufferter Losung eingesetztin ziemlich rascher Reaktion zu Kohlendioxyd und Wasser verbrennen. Fuhrt man die Umsetzung nicht zu Ende, sondern unterbricht den Prozed zu einem Zeitpunkt, in dem noch ein gut Teil Acetat nicht angegriffen ist, so findet man auch weitaus den grodten Teil des in Reaktion getretenen Materials bis zu den Endprodukten oxydiert. Es lieden sich aber aus der Losung zwei interessante Oxydationsprodukte, namlich Bern- steinsaure und Citronensaure isolieren. An Bernsteinsaure erhalt man rund 5 Proc., an Citronensaure rund 10 Proc. vou der umgesetzten Essigsaure. Wir wolIen zuerst die Isolierung dieser beiden SLuren beschreiben. Bernsteinsaure. Bierhefe vom Trockengewicht von rund 5 gvon der Lowenhrauerei Munchen freundlichst zur Verfugung gestelltwurde in 1/2 Liter Wasser suspendiert und 16 Stunden lang unter Sauerstoff auf der Maschine geschuttelt. Die Eigenatmung der verarmten Hefe betrug jetzt f u r 100 mg Trockensubstanz 500 cmm 0, pro Stunde. Man fugte nun 13,6 g krystallisiertes Natriumacetat ('/lo 3101) zu der Suspension und schiittelte Linter Sauerstoff l) A. 49'2, 183 (1932). Annalen der Chemie. 489. Band. 15 214 W i e l a n d und X o n d e r h o f f , 24 Stunden lang. Dann wurde mit 2 n-Schwefelsaure kongosauer gemacht, von der Hefe abzentrifugiert, zweimal gewaschen und die Losung im Olbad zuerst auf 30 ccm, nach Zusatz von 200 ccm Wasser erneut auf 20 ccm abgedampft. llz0 des Destillats verbrauchte 2,3 ccm "/,,-NaOH. Das entspricht 4,6 mMol Essigsaure. Demnach waren 95,4 mMol umgesetzt. Der Riickstand von der Destillation wurde, mit wenig Wasser verdiinnt, im Extraktionsapparat 24 Stunden lang rnit Ather ausgezogen. Der i t h e r hinterliefi nach dem Verdampfen 323 mg vollkommen krystallisierter Bernsteinsaure, die von wenig Schmieren durchsetzt war. Nach dem Umkrystallisieren aus Wasser, unter Zusatz von etwas Tierkohle, lag der Schmelzpunkt bei 183-184°. Die Mischprobe rnit reiner Bernsteinsaure vom Schmelzp. 184O schmolz bei 183'.
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