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Untersuchungen über Organextrakte und Harn. 22. Mitteilung. Über die Konstitution des Ketons C aus dem Harn von trächtigen Stuten

✍ Scribed by V. Prelog; M. Osgan


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1952
Tongue
German
Weight
326 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Unter anderen Verbindungen mit 13 Kohlenstoffatomen wurde in unserem Laboratorium aus dem Harn von trachtigen Stuten eine Keton C benannte Verbindung C,,H2202 isoliert 2). Diese Verbindung lieferte ein Wono-phenylsemicarbazon, liess sich aber durch Kochen mit 2,4-Dinitro-phenylhydrazin in saurer Losung in das Bis-2,4-djnitro-phenylhydrazon des isomeren Diketons D (5-0x0-cis-tetrahydrojonons) uberfiihren. Das Keton C: wurde dadurch mit anderen Jonon-Abkijmmlingen aus dem Stutenharn verkniipft, seine Konstitution und der Mechanismus seiner Cmwandlung in das Diketon D blieben jedoch unaufgekliirt. Rei Untersuchungen iiber das Diketon D haben wir nun gefunden, (lass dieses nieht nur durch Behandlung mit Sauren aus Keton C entsteht, sondern dass es auch in das Keton C wieder umgewandelt werden kann. Die lsomerisierung findet teilweise schon bei der Spaltung des Bis-phenylsemicarbazons des Diketons D mit Oxalsiiure in1 Wassertlampfstrom statt. Das 61, welches auf diese W' eise erhalten wird und hauptsiichlich aus Diketon D besteht, enthSlt imnier etwas Keton C beigemengt. Das Keton C lasst sich vom Diketon D relativ leicht unterscheiden, indem das Plienylsemicarbazon des ersteren in heissem Methanol gut loslieh ist, wiihrend sich das Ris-phenylseniicarbazon des Diketons D darin fast gar nicht lost. Es wurde weiter gefunden, dam man das leichter fluchtige Keton C vom Diketon D (lurch sorgfaltige fraktionierte Destillation mit einer Kolonne trennen kann. Dadurch wurde bewiesen, dass cs sich tatsiichlich um zwei leicht ineinander umwandelbare Isoniere handelt und nicht, wie man vielleicht vermnten kiinnte, um ein Diketon, aus dem sich sowohl Bis-, als auch Mono-Derivate mit Carbonyl-Reagenzien erhalten lassen. Die 1R.-Absorptionsspektren der beiden isomeren Verbindungen des Ketons C (Fig. Kurve 1) und des Diketons D (Fig. Kurve 2 ) 3 ) zeigen besonders eindriicklich, dass zwei verschiedcne Individuen vorl) 21. Nitt., Helv. 34, 859 (1951).

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