Eingegangen am 16. November 1963 Durch Protonen-katalysierte Hydrazinolyse werden aus Imidsaureestern rnit Hydrazinoessigsaure Amidrazinoessigsauren (I) erhalten. Sie schlieBen aus ihrer ungeladenen tautomeren Form heraus den Ring zu 1.2.4-Triazinen (11), die auch aus Imidsaureestern und Hydrazinoes
Reaktionen mit Imidsäureestern, III. Umsetzung von Imidsäureestern mit Oximinocarbonsäuren
✍ Scribed by Ried, Walter ;Czack, Armin
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1964
- Weight
- 335 KB
- Volume
- 676
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Aus dem lnstitut fur Organische Chemie der Universitat Frankfurt a. M. Eingegangen am 16. November 1963 a-und y-Oximinocarbonsauren setzen sich rnit Imidsaureestern zu Amidiniumsalzen (I) um. Die Reaktion rnit der aktiven Methylengruppe von p-Oximinobuttersaureathylester fuhrt unter RingschluB zu 4-Iminoalkyl-3-methyl-isoxazolonen-(5) (II), wahrend die analoge Umsetzung rnit Amidinen auf der Stufe der Saureamide (111) stehenbleibt.
In Anlehnung an die voranstehend 1 ) beschriebenen Umsetzungen rnit Hydrazinfettsauren ist die Reaktionsfahigkeit von Oximinocarbonsauren gegenuber Imidsaureestern untersucht worden.
Bei der Umsetzung von Imidsaureestern rnit Hydroxylamin findet Austausch der Iminogruppe gegen den Oximino-Rest statt)). Die analoge Reaktion rnit Amidinen fuhrt zu Amidoximen. In diesen Hydroxamsaurederivaten kann die Oximinogruppe schon bei Raumtemperatur mit Saurechloriden acyliert werden; bei Siedehitze tritt RingschluR zum 1.2.4-0~- diazo1 ein4). Das gleiche heterocyclische System entsteht beim Behandeln von Benzimidsaureester-salzen rnit Benzamidoxims).
In Kenntnis dieser Reaktionsweisen der Oximinogruppe ist nun versucht worden, durch Umsetzung von Imidsaureestern mit u-bzw. y-Oximinocarbonsauren die Cyclisierung zu hohergliedrigen Ringsystemen zu erreichen.
AuBer den Konsequenzen, die sich hinsichtlich der Konfiguration infolge syn-und anti-Stellung des Hydroxyls an der C=N-Bindung der Oximinogruppe ergeben, findet man hier ahnliche Verhaltnisse vor wie bei der Reaktion von Hydroxamsaurederivaten mit Imid-saureestern5). Der Unterschied besteht darin, daR die beiden reaktionsfahigen Gruppen nicht an das gleiche C-Atom gebunden sind, so daR sie sich rnit wachsender Kettenlange voneinander entfernen.
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