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Viskositätsanforderungen und Viskositätsmessungen bei Kartoffelstärke

✍ Scribed by Dr. Hans Wegner; Dr. Siegfried Winkler


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1954
Tongue
English
Weight
890 KB
Volume
6
Category
Article
ISSN
0038-9056

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✦ Synopsis


Mit 5 Textabbildungen und 7 Tabellen Fur die technische Verwendung der Starke ergeben sich im wesentlichen zwei MSg-Iichkeiten: Einmal der Abbau durch Einwirkung von Enzymen oder verdunnten Mineralsauren, der uber die verschiedensten Zwischenprodukte bis zu den einfachen Baukiils, der Maltose und der Dextrose, fuhrt. Zum anderen besitzt die Starke ausgedehnte Verwendungsmoglichkeiten auf Grund ihrer kolloidchemischen Eigenschafien, d. h. der Fahigkeit, in wai3riger Losung durch Erhitzen oder durch Alkali-Behandlung mehr oder weniger dikfliissige Losungen, Kleister oder Pasten zu bilden. Diese besonderen Kolloidchemischen Eigenschaften machen die Starke zu einem geschatzten Ausgangsmaterial bzw. Hilfsstoff fur drei bedeutende Industrien, die I'extiltechnik (Schlichte. und Appreturmittel), die Papierfabrikation und die Klebstofiindustrie (Quellstfrke, Pflanzenleim, Dextrin) (1). Es ergibt sich daher die Notwendigkcit, die Eignung von Starken fur die genannten Industriezweige im Hinblicauf ihre Viskositatseigenschaften zu untersuchen. Das gilt besonders fur die Kartoffelstarke, bei der bekanntlich grofle Viskositatsunterschiede vorkommen. Die iibliche Qualitatsbeurteilung gibt hieruber keinen Aufsddug, da zwischen der Qualitat einer Kartoffelstarke (Farbe, Stippen, Sauregehalt usw.) und ihren kolloidchernischen Eigenschaften kein unmittelbarer Zusammenhang besteht und uberdies irgendwelche Viskositatsanforderungen in den Gutevorschriften bisher uberhaupt nicht festgelegt sind. Ein ,,Hochfein"-Kartoffelmehl braucht daher keineswegs einen hochviskosen Kleister zu liefern. Es erhob sich also in diesem Zusammenhang die Frage, welche Methode der Viskositatsmessung f ur den jeweiligen Verwendungszweck der Kartoffelstarke die zuverlassigste Bewertungsmoglichkeit liefert (2) (3). I. V i s k o s i t a t s m e s s u n g Die ganz primitiven Verfahren, z. B. die Handschlihte-Probe, leisten zwar im Betrieb bei hinreichender Erfahrung recht gute Dienste, sind jedoch fur genauere Untersuchungen naturgemai3 wenig geeignet. Fur vergleichbare Messungen komrnen daher nur Viskosimeter in Betracht. Fur unsere Untersuchungen benutzten wir drei verschiedene Gerate, die in der Starkeindustrie wohlbekannt sind und seit langem vie1 benutzt werden: das Hoppfer-Viskosirneter, das Auslauf-Viskosimeter nach Stern und den Brabender-Viskographen. H oppler-Viskosimeter Dieses Viskosimeter (1) ist alsbald nach seinem Erscheinen im Handel in die Caboratorien der Starkeindu-Direkror Dr. H. Wegner und Dr. S. \Vinklcr steinen des Starkemole-strie eingefuhrt ( 5 ) und in der Folgezeitvor allem auf Grund der Arbeiten von 0. Woffi ( 6 , 7 , 8 )an


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