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Untersuchungen zum Einfluß von Sulfid- und Sulfationen auf die Korrosion des Eisens in alkalischer Lösung

✍ Scribed by Maria Janik-Czachor; Ernst Riecke


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1976
Tongue
German
Weight
705 KB
Volume
27
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


von 1,2 cm2 nach Beendigung des Hobelvorganges nur noch 0,Ol cm2 aktiv sind.

Das freie Korrosionspotential ER der aktivierten Titanoberflache ist im Vergleich zum stationaren Fall stark nach negativen Werten verschoben und liegt bei -1 100 mV (Ag/AgCl). Mifit man das Elektrodenpotential direkt wahrend eines Hobelvorganges, so erhalt man einen Wert (-1 100 mV), der mit dem oben ermittelten ubereinstimmt.

Diese

Messung hat noch dazu den Vorteil, daD die geringen Mefistrome, die uber die Bezugselektrode fliefien, nur geringe Spannungsabfdle im Elektrolyten bewirken, die damit unberiicksichtigt bleiben konnen. SchlieDlich stimmt der hier ermittelte Wert an der Ti6Al4V in 1 n NaCl (pH = 5,9) mit den Messungen von Beck (7) sehr gut uberein, bei denen das freie Korrosionspotential von aktivierten Titanoberflachen in Elektrolyten bei unterschiedlichem pH-Wert bestimmt wurde. In den Abb. 6 und 7 ergibt sich zwischen dem Logarithmus des kathodischen Stromes und dem Elektrodenpotential ein b e a r e r Zusammenhang. Die Neigung dieser Tafel-Geraden betragt fur luftgesattigte Elektrolyte 290 mV und fiir sauerstofffreie Elektrolyte 170 mV. Verursacht werden die Strome in diesem Bereich durch die kathodische Wasserstoff-Entwicklung. Hier kann davon ausgegangen werden, dafi der Strom durch die gesamte aktivierte Oberflache von 1,2 cm2 fliebt. Da die Wasserstoff-Entwicklung sow oh1 auf der reinen Titanoberflache, als auch auf einer oxydischen Passivschicht, abef auch auf einer Titanhydridschicht ablaufen kann, ist es schwierig, eine Aussage uber die Oberflachenbeschaffenheit der aktivierten Probe bei kathodischen Potentialen zu machen. Bei dem freien Korrosionspotential von -1 100 mV (Ag/AgCl) wird die aktive Flache wahrscheinlich grader sein als bei den ositiveren Potentialen, bei denen sie angenahert zu 0,Ol cm bestimmt wurde. Damit diirfte die Korrosions-P Untersuchungen zum Einflul3 von Sulfid-und Sulfationen 5 stromdichte der Ti6A14V-Legierung im Aktivzustand in 1 n NaCl maximal einen Wert von etwa 10 mA/cm* erreichen. In 3 m HCl bzw. 12 m HCI ermittelten Beck und Mitarbeiter (8,9) wesentlich hohere Werte in der Grofienordnung von 0,l bis 20 A/cm2. Die Griinde fur diesen Unterschied durften sowohl in dem wesentlich aggressiveren Elektrolyten als auch in der erheblich grofieren Rauhigkeit der aktiven Flache (Bruchflache) zu suchen sein. Die Korrosionsstromdichte fiir die passivierte Ti6Al4V-Elektrode kann aus den stationaren Strom-Potential-Kurven entnommen werden.

Es ergibt sich ein Wert von der Grofienordnung 1 0-6 bis lo-' mA/cm2.


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