Totalsynthese von Colombiasin A
✍ Scribed by K. C. Nicolaou; Georgios Vassilikogiannakis; Wolfgang Mägerlein; Remo Kranich
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2001
- Tongue
- English
- Weight
- 120 KB
- Volume
- 113
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Das strukturell neuartige Diterpen Colombiasin A 1 wurde kürzlich aus einem biologisch aktiven Extrakt (antibiotische Wirkung gegen Mycobacterium tubercolosis H37Rv) der Gorgonen-Octokoralle (Pseudopterogorgia elisabethae) isoliert, die vor der Küste der Insel San Andres (Kolumbien) vorkommt. [1] Die Struktur zeichnet sich durch ein tetracyclisches Kohlenstoffgerüst mit vier Methylgrup-pen, zwei Carbonylgruppen, zwei Doppelbindungen und einer Hydroxygruppe aus. Ferner enthält diese beispiellose Molekülstruktur sechs stereogene Zentren, darunter zwei benachbarte quartäre Kohlenstoffatome. Trotz der eleganten spektroskopischen Untersuchungen, die zur Aufklärung der Struktur des Colombian-Gerüsts geführt haben, ist die absolute Konfiguration von Colombiasin A 1 immer noch unbekannt. Verstärkt werden die Diskussionen über diesen Naturstoff durch den Vorschlag, dass Elisabethin A (das ebenfalls in Pseudopterogorgia elisabethae gefunden wurde [2] ) die biogenetische Vorstufe von 1 darstellt. [1] Hier stellen wir die Totalsynthese von Colombiasin A 1 nach einer Strategie vor, bei der auch das C7-Epimer sowie mehrere andere Analoga erhalten wurden. Eine kurze Retrosynthese von Colombiasin A 1 ist in Schema 1 dargestellt. Die Analyse der Zielstruktur legte das Chinon A als Grundbaustein nahe. Durch zwei Diels-Alder-Reaktionen, zunächst mit dem Dien B (intermolekular), Schema 1. Retrosynthese von Colombiasin A 1. danach mit dem Dien D (intramolekular), war der vollständige Aufbau des Molekülgerüsts zu erwarten. Gemäû diesem Plan wäre bei der Synthese zwischen den beiden Cycloadditionen sowohl eine Verknüpfung der Molekülteile B und D als auch eine Reoxidation des A-Ringes zu einer neuen Chinoneinheit nach der Anknüpfung des B-Ringes erforderlich. Um die Anbindung des Segments D an das Segment B (Bindung C6 À C7) zu vereinfachen, wurde vorübergehend eine funktionelle Gruppe (R 2 O) im Dien B eingebaut, wie in Schema 1 dargestellt. Wie unten beschrieben, waren bei der Ausführung dieser Strategie zwei Ansätze nötig, um zu 1 zu gelangen.
Die Herstellung des ersten Schlüsselintermediats, des Ketons 6, begann mit der ersten der geplanten Diels-Alder-Reaktionen und ist in Schema 2 zusammengefasst. Dabei Me TBSO
📜 SIMILAR VOLUMES
Immer mehr formal aus L-Tryptophan abgeleitete Alkaloide, die einen Pyrrolring in Verbindung mit einem Diketopiperazinsystem enthalten, wirken als Modulatoren des Zellcyclus. [1] Unsere Gruppe beschäftigt sich besonders mit Mitgliedern dieser Klasse, die zusätzlich noch einen 3-Methylbut-2-enyl-oder
## ZUSCHRIFTEN tausch aus chemisch synthetisiertem Dilithiumsalz) [12, 131 gelost. Der Ansatz wurde rnit 0.083 U (1 U = 1 p o l m i n -' ) der Dehydratase (1.45 mL Rohextrakt aus E. coii B, IS]) versetzt. rnit destilliertem Wasser auf 10 mL aufgefullt und bei 37 "C unter stetem Schiitteln inkubier
Nach Abdampfen des Ethers werden die Ester mil KOH (Molverhiiltnis I : 2 ) in 30 mL Ethanol und 15 mL Wasser durch 3 h Kochen verseift. Nach ublicher Aufarheitung wird Sed durch Digeriererl mir siedendem Petrolether von der BernsteinsBure getrennt: Kugelrohrdestillation ergibt 0.24 g (41%) Sed ( K p