Rolle von Fett und Gallensäuren in der Pathogenese des Kolonkarzinoms
✍ Scribed by Leiß, O. ;Von Bergmann, K.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1983
- Weight
- 938 KB
- Volume
- 85
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Zahlreiche epidemiologische Studien haben eine positive Korrelation zwischen bestimmten Emihmngsgewohnheiten, insbesondere einem hohen Fettkonsum, und einer erhohten Inzidenz an Kolonkaxzinomen aufgezeigt. Anhand venchiedener Kriterien (Stiirke der Assoziatioqzeitliche Sequenz, Unabhiingigkeit von anderen Assoziationen,Voraussagekraftund Kohhnz der Befunde) wird gepriift, ob dieser Korrelation eine kausale Fkziehung zugrunde liegen kann. Ek wird eine Hypothese zur Pathogenese des Kolonkaninoms dargestellt, die epidemiologische Befunde zwischen Fettkonsum und Inzidenz an Kolonkarzinom, mikrobiologische Befundeiiber Darmflora und Gallensaurenmetabolismus, co-bzw. procarcinogene Figenschaften von Gallensauren, Befunde iiber f m e s Gal1ens;iurenmuster und Kolonkarzinom-Inzidenz sowie Befunde iiber negative Komlationen zwischen Serumcholesterinspiegel und WnommortaliCat integtiert. Klinische und therapeutische Konsequenzen aus dieser Hypothese werden diskutiert. E i n l e i t u n g Karzinome des Magen-Darm-Traktes gehoren zu den Mufigsten Krebsarten. W h n d die Inzidenz des Magenkarzinoms in den letzten Jahxzehnten leicht abgenommen hat, ist die des Kolonkarzinoms dagegen ange~tiegen"~. Das Kolonkaminom $t lihnlich wie die koronare Herzkrankheit oder das Gallensteinleiden als sogenannte Zivilisationskrankheit, die uberwiegend in industrialisierten westlichen h d e r n auftritt. In epidemiologischen Studien konnte eine gute Korrelation zwischen dem Auftreten von arteriosklerotischen HeIzkrankheiten einerseits und der Haufigkeit des Kolonkaminoms andererseits nachgewiesen werden3* ' . Fur die Pathogenese der Arteriosklerose gilt die Apidtheorie" nach wie vor als eine der attdtivsten Hypothesen'. Die Zufuhr von Fett im allgemeinenund Cholesterinim besonderenkorreliert positiv mit der Hohe des Serumcholesterins und der koronaren Mortalitat 6. ' . Dem Gesamtfettkonsum wurde in den VergangenenJahren auch fir die Entstehung des Kolonkarzinoms eine ursWche Bedeutung zugeschrieben"". Derpm-Kopf-Verbrauch anFett korreliert sigdikant mit der alterskomgierten Mortalivatsrate an Kolonkarzinom 12. Korrelation dad jedoch nicht mit Kausalitat gleichgesetzt werden, sondem stellt lediglich eine mathematische Beschreibung eines Zusammenhanges dar, der zufdlig, durch Versuchsplan oder kausal bedingt sein kann. Zur W i n g der Frage, ob einer in epidemiologischen Studien festgestellten Korrelation eine kausale Beziehung zugrunde lie sich die in Tab. 1 aufgelisteten Kriterien b e w w .Anhand dieser Kriterien soll im folgenden gepriift werden, ob die Fettzufuhr mit der Nahmng eine ursWche Rolle in der Pathogenese des Kolonkarzinoms spielt. b. L I P , lmben Hohe d e r Assoziation Der fk-epidemiologische Studien durchaus hohe Korrelationskoeffizient von r= 0.62 spricht gegen einen rein zufagen Zusammenhang von Fettkonsum und Kolonkarzinom. Betrachtet man die Abb. 1 oberflachlich, konnte man hinter der dargestelltenbziehungeine solche zwischedndustrialisierung und Kolonkarzinom vermuten, in den westlichen * Vortrag d i l i c h der 39. DGF-Vortragstagung in Hannover am 27. September 1983.
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