haben. In der Folge hat man sich mehr rnit der Auslegung als mit der experimentellen Durcharbeitung dieses Befundes von H . Mach beschiiftigt. Da obige Formel zufallig zugleich die Bruttoformel der Pinonsaure darstellt, hat A. Tschirchl) wiederholt die Behauptung aufgestellt, dass bei der Oxydation
Höhere Terpenverbindungen XIII. Über die Einwirkung erhöhter Temperatur auf die Fichtenharzsäuren
✍ Scribed by L. Ruzicka; H. Schinz
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1923
- Tongue
- German
- Weight
- 749 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Anschauung besagt, dass sowohl im ursprunglichen Fichtenharz, wie auch im Kolophonium neben meistens nur geringen Mengen neutraler Verbindungen f r e i e H a r z s a u r e n enthalten sind.
Eine andere Ansicht geht von der Tatsache aus, dass aus dem amorphen Kolophonium riur mit Hilfe wasserhaltiger (und hydrolpsierend wirkender) Losungsmittel einigermassen leicht krystallisierte Harzsauren gewonnen werden konnen, und dass daher das amorphe Kolophonium als A n h y d r i d von H a r z s a u r e n aufzufassen ist, welches erst nach erfolgter Hydrolyse in die krystallinischen Harzsauren ubergehen kann. Umgekehrt sollen die Harzsauren bei hoherer Temperatur wieder das Anhydrid liefern. Diese Anschauung wurde zuerst von Ma1 y') lediglich auf Grund der Analyse eines am Wasserbade erhitzten Fichtenharzes ausgesprochen. Spater analysierten C. A . Bischoff und 0. Nastvogelz) eine etwa zwolf-ma1 bei 30 mm destillierte Kolophoniumfraktion vom Sdp. 248-250 O, und fanden folgende Werte, die annahernd auf Abietinsaure-anhydrid stimmen : Gef. C 81,6-82,2 H 9,4-9,6y0 Ber. f. C4nH5803 ,, 81,83 ,I 9,99% E. Knecht uncl E. Hibbert3) erhitzten krystallisierte Harzsaure (aus amerikanischem und franzosischem Harz) einige Stunden im Kohlendioxydstrom bis zur Gewichtskonstanz auf 1800 und beobachteten dabei eine Gewicht~abnahme~), die annahernd genau der Abspaltung von 1 Mol. €I,O aus 2 Mol. Saure entspricht (gef. 2,77y0, ber. fur 1 Mol. H,O 2,97%). Die Analyse des Ruckstandes entsprieht den Werten fiir Abietinsaure-anhydrid (gef. C 81,98, H 9,86y0). Im direkten Gegensatze dazu stehen die Befunde von L. Ruzicka und J . &?eyer5), die das einmal im Hochvakuum destillierte amerikanische Kolophonium nochmals fraktionierten und bei der Analyse einer Anfangs-(a) und einer Endfraktion (b) von annahernd gleichem Sdp. genau auf Abietinsaure stimmende Werte erhielten :
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## Abstract Es wurde das Formaldehydbindungsvermögen des Caseins bei 70° verfolgt. In 5 Tagen übersteigt dasselbe 10%. Als ungefähres Mass musste die Gewichtszunahme des Caseins bei der Gerbung dienen, denn es erwies sich bei den heissgegerbten Präparaten als unmöglich, den gebundenen Formaldehyd q