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Höhere Terpenverbindungen XII. Zur Kenntnis des Fichtelits und der Stereochemie hydrierter Phenanthrenderivate

✍ Scribed by L. Ruzicka; Fr. Balas; H Schinz


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1923
Tongue
German
Weight
312 KB
Volume
6
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


1. Uber die Konstitution des Fichtelits.

Der Fichtelit wurde von Fikentscher an vertorften Fohrenstammen aufgefunden und spater noch ofters in verschiedenen Landern an alten Fichtenresten im Torf und Moor angetroffen, teils allein, teils gemeinsam mit Reten. Bromeis2) gelang dann die Reindarstellung des Fichtelits vom riehtigen Smp. 46". Wahrend schon Bromeis und spater auch Hells) richtige Analysen des Fichtelits ausgefuhrt hatten, war He2Z auf Grund falscher Werte der Dampfdichtebestimmung der Meinung, dass der Fichtelit ein Sesquiterpen-oder ein Triterpenderivat sei. Kurz darauf konnten Bamberger und Strasser4) beim Arbeiten unter Sauerstoffausschluss Werte bei der Dampfdichtebestimmung erzielen, die snit der Formel C,H,, im Einklang stehen6) und sprechen daher die Vermutung aus, dass der Fichte!it wahrscheinlich das vollstandig hydrierte Reten vorstellt und beide als Umwandlungsprodukte der Harzverbindungen beim Vertorfungsprozess zu betrach ten sink Ein exakter Beweis fur die direkten Beziehungen zwischen diesen beiden fossilen Kohlenwasserstoffen war aber bis heute noch nicht gelungen, denn der Fichtelit erwies sich als ausserst widerspenstig bei Versuchen, charakterisierbare Verbindungen daraus zu gewinnen. Bamberger und #trusserQ) liessen auf Fichtelit die verschiedensten Oxydationsmittel einwirken, wobei der Kohlenwasserstoff entweder unverandert blieb oder zu weitgehend abgebaut wurde. Verschiedene Dehydrierungs-1) XI. Mitt. Helv. 6, 677 (1923). 2, A. 37, 304 (1841). 3, B. 22, 499 (1889). 4, B. 22, 3361 (1889).

9 Auch die Molekulargewichtsbestimmungen von Plzak nach der kryoskopischen Methode stimmen damit iiberein, Z. Kr. 44, 341 (1908).


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