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Die Synthese von (±)-Eleutherol. Inhaltsstoffe aus Eleutherine bulbosa (Mill.) Urb. VII

✍ Scribed by R. G. Haber; A. Ebnöther; H. Schmid


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1956
Tongue
German
Weight
627 KB
Volume
39
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Unter den bisher isolierten Inhaltsstoffen aus den Knollen von Eleutherine bulbosa (NiZZ.) Urb., die sich alle vom Naphtalin ableiten, findet sich das Benzophtalid (+)-Eleutherol, fur das wir seinerzeit die Strukturformel 1 aufgestellt haben2)3).

I m folgenden berichten wir uber die Synthese des racem. Eleutherols. Bei der Konstitutionsaufklarung von Eleutherol war die Beobachtung, dass der Stoff beim Erhitzen mit Lauge eine Retraldolspaltung in Acetaldehyd und die sog. Eleutherolsaure (11) erleidet, von grosser Bedeutung. Entsprechend planten wir, zur Synthese des Eleutherols zuerst die Eleutherolsaure herzustellen und diese dann mit Acetaldehyd zum Eleutherol selbst umzusetzen.

Bur Herstellung der Eleutherolsaure (11) hatte man von einer in der @-Stellung geeignet substituierten y-[m-Methoxyphenyllbutter-bzw. -vinylessigs&ure ausgehen und diese zum Tetralon-bzw. Naphtol-Derivat cyclisieren konnen. Bei dieser Cyclisierung konnten sich aber zwei Isomere (das 8-Methoxytetralon-(l)-und das 6-Methoxytetralon-(1)-Derivat) bilden, von denen der unerwunschte 6-Methoxyabkommling vermutlich in uberwiegender Menge entstanden wiire. Wir zogen es deshalb vor, von einem in den Stellungen 1, 3 und 8 solche Substituenten tragenden Naphtalin auszugehen, die sich sukzessive gegen die in der Eleutherolsaure vorkommenden Reste austauschen lassen. Ein derartiges Naphtalinderivat liegt im 4-Amin~naphtostyril~) (111) vor, das vor einiger Zeit aus l-Naphtylamin-3,8-disulfosaure durch die Synthese von A . rStoZZ & J . Rutsch-,mawn6) leicht zuganglich geworden ist.

4-Aminonaphtostyril (111) wurde diazotiert und nach Sandmeycr in 4-Bromnaphtostyril (IVa) vom Smp. 256 -257O


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