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Die Reaktivität des 1.2.3.4.-Tetrahydro-8-methyl-chinolins bei Kondensationsreaktionen

✍ Scribed by G. Buchmann; G. Bochnia


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1962
Tongue
English
Weight
982 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
1615-4150

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✦ Synopsis


Abstract

Die durchgeführten Umsetzungen zur Überprüfung der Aktivität im Molekül des 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolins finden bis auf eine Ausnahme am sekundären Stickstoffatom statt, obwohl drei reaktive Zentren im Molekül zu erwarten sind.

Bei der Umsetzung der Base mit Di‐ und Trichloressigsäure werden salzartige Anlagerungsprodukte, das 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin‐hydro‐dichloracetat bzw.‐trichloracetat, erhalten.

Mit Chloracetylchlorid reagiert das 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin unter Bildung des N‐Chloracetylderivates. Dieses wird zur Überprüfung der Stabilität der NC‐Bindung durch entsprechende Umsetzung in das N‐Hydroxy‐acetyl‐, N‐(Äthoxyacetyl)‐, N‐(Amino‐acetyl)‐ und in das N‐(Phthalimido‐acetyl)‐1.2.3.4‐tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin übergeführt. Versuche zur Darstellung von N‐[1′.2′.3′.4′‐Tetrahydro‐8′‐methyl‐chinolyl‐(N′)‐acetyl]‐1.2.3.4‐tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin verlaufen ergebnislos.

Kondensationen von 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin mit Chloressigsäure und mit ihren Derivaten führen unter Chlorwasserstoffabspaltung zu den angestrebten Verbindungen. Es werden die 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolyl‐(N)‐essigsäure, deren Methyl‐, Äthyl‐, n‐Propyl‐ und i‐Propylester, sowie deren Amid dargestellt.

Die 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolyl‐(N)‐essigsäure kann durch Verseifen ihrer Ester gewonnen und mit einfachen Mitteln wieder verestert werden. Sie wird ferner in ihr Natriumsalz und in ihr Chlorid übergeführt. Ihre Decarboxylierung erfolgt außer‐ordentlich leicht. Sie kann auf diesem Wege zu N‐Methyl‐1.2.3.4‐tetrahydro‐8‐methyl‐chinolin zersetzt werden. Ihre NC‐Bindung ist stabiler als die der N‐Chloracetyl‐Verbindung.

Die Kondensation des 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolins unter Wasserabspaltung mit Aldehyden wird unter verschiedenen Bedingungen versucht, führt aber nur bei Chloral und Benzaldehyd zu den entsprechenden Additionsprodukten, zum N‐(1′‐Hydroxy‐2′,2,2″‐trichlor‐äthyl)‐derivat und zum Hydrochlorid des N‐(Phenyl‐hydroxymethyl)‐derivats der Base.

Versuche, das N‐Chloracetylderivat und den N‐Kohlensäure‐äthylester des 1.2.3.4‐Tetrahydro‐8‐methyl‐chinolins durch intramolekulare Kondensation mit der CH~3~‐Gruppe unter Wasserabspaltung und Ringschluß in Vertreter der Liline zu überführen, gelingt nicht; jedoch entsteht hierbei durch eine ähnliche, bemerkenswerte Reaktion unter Chlorwasserstoffabspaltung das 2‐Oxo‐julolidin.


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