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Christyosid (Substanz Nr. 764). Glykoside und Aglykone, 106. Mitteilung

✍ Scribed by O. Schindler; T. Reichstein


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1953
Tongue
German
Weight
456 KB
Volume
36
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Abstract

Substanz 764 wird als Christyosid bezeichnet. Seine Struktur wurde durch Spaltung mit HCl in Aceton ermittelt. Ausser D‐Digitalose wurde dabei ein Gemisch chloroformlöslicher Stoffe erhalten, aus denen sich in guter Ausbeute Uzarigeninsäure‐(19)‐Lacton‐(19 → 3) (IV) isolieren liess. In der Mutterlauge konnte indirekt eine kleine Menge Corotoxigenin nachgewiesen werden. Der abnormale Reaktionsverlauf wird durch die leichte Oxydierbarkeit des Corotoxigenins verursacht und entspricht genau demjenigen beim analogen Abbau eines anderen Corotoxigenin‐glykosids (Gofrusid). Aus der Drehung folgt, dass Zucker und Aglykon β‐glykosidisch gebunden sind. Christyosid besitzt somit Formel III eines β‐D‐Digitalosids des Corotoxigenins. Hydrierungsergebnis und Spektrum stehen damit in Einklang.


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