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Über die Inhaltsstoffe des grünen Knollenblätterpilzes, LIX. Die Raumstruktur der Phallotoxine

✍ Scribed by Wieland, Theodor ;Beijer, Barbro ;Seeliger, Annemarie ;Dabrowski, Janusz ;Zanotti, Giancarlo ;Tonelli, Alan E. ;Gieren, Alfred ;Dederer, Bernhard ;Lamm, Viktor ;Hädicke, Erich


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1981
Tongue
English
Weight
935 KB
Volume
1981
Category
Article
ISSN
0947-3440

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✦ Synopsis


Abstract

Die Thioetherbrücke [CH~2~ ‐ S ‐ C(α‐indol)] in den Phallotoxinen ist ein inhärent dissymmetrischer Chromophor, der die positiven Cottoneffekte um 290 nm im CD‐Spektrum verursacht. Bei einer früheren Strukturanalyse durch ^1^H‐NMR konnte die M‐ oder P‐Helizität dieses Strukturelements nicht eindeutig bestimmt werden. Das einfacher gebaute cyclische Thioethertripeptid 2‐Mercapto‐L‐tryptophylglycylcystein‐cyclosulfid (1 → 3) (2a) weist im CD‐Spektrum um 290 nm zu denen der Phallotoxine genau spiegelbildliche negative Cottoneffekte (Abb. 1) auf. Die Strukturanalyse von 2a durch ^1^H‐NMR (360 MHz) führte zu einem Strukturvorschlag mit M‐Helizität. Das N‐p‐Brombenzolsulfonylderivat 2c mit analogem CD‐Spektrum bildete mit Aceton Kristalle, die zur Röntgenstrukturanalyse geeignet waren. Die dadurch erhaltene Raumformel zeigt für das fragliche Strukturelement negative M‐Helizität. Demnach enthalten die Phallotoxine den spiegelbildlich analogen Chromophor mit positiver P‐Helizität. Die Einführung eines weiteren chiralen Zentrums in den Peptidring (2b: L‐Alanin statt Glycin in 2a) hat auf die Gestalt des CD‐Spektrums keinen Einfluß.


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