Über die Haltbarkeit ausgepfundeter Butter
✍ Scribed by Petersen, N.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1955
- Weight
- 433 KB
- Volume
- 57
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Auf der milchwirtschaftlichen Tagung fur Rheinland und Westfalen in Bad Durkheim wies W . Mohr, Kiel, darauf hin, dad Dauerbutter kunftig in Folie verpackt sein wird und dad in Aussicht genommen ist, dad in etwa zwei Jahren Dauerbutter nicht mehr in Tonnen gelagert werden wird, sondern dad man dann schon fertiggepackte Butter in Kuhlhausern einlagert. Hierbei hat sich herausgestellt, dad langer gelagerte Butter auf jeden Fall beim Formen wasserlassiger wird als sofort verpackte. Qualitat und Haltbarkeit der ausgepfundeten Butter werden weitgehend von der Bearbeitungsweise der Butter und vom Verpackungsmaterial abihangig sein. Hieruber sind in den letzten zwei Jahren in danischen Molkereien und 'besonde.rs in der danischen Staatsmolkerei .umfassende Versuche durchgefuhrt worden. die in ihren Hauptergebnissen an Hand dler amtlichen Berichte nachfolgend im kurzen Auszuge referiert werden sollen. Grundlegend kann hierzu festgestellt werden. dad sich bei Verwendung von Stahlbutterfertigern gezeigt hat, dad diese besonders gute Kneteffekte erzielen und dadurch heste Wasserverteilung gewahrleisten. Weiter hat sich bei den Stahlbutterfertigern herausgestellt, dad die Fabrikate mit den rauhen Innenwanden bei der Knetarbeit nicht schmieren. Bei Untersuchungen auf Wassergehalt ist im Vergleich zu den Walzenbutterfertigern zu beachten. dad man das Fad wahrend der Zeit der Untersuchung niicht stehen ladt. sondern ganz langsam mit 1 bis 2 Unidrehungen weiterlaufen lassen mud.
Die Herstellung von ausgepfundeter Butter fur die Ausfuhr insbesondere nach Uberseeist keineswegs iieueren Datums, denn schon vor etwa 100 Jahren ging man zum Export von Paketbutter bzw. von ausgepfundeter Butter in hermetisch geschlossenen Dosen uber. Es sei aber gleich gesagt, dad die Ausfuhr derart verpackter Butter sich bis in die jungste Zeit liinein in sehr engen Grenzen hielt, weil die Haltbarkeit dieser Butter zu gering war. Erst nachdem S. Kizzirlsrn die Bedeutung der Wasserverteilung fur die Haltbarkeit der Butter nachwies, wurde man sich daruber klar, dad die bisherige geringe Haltbarkeit der ausgepfundeten Butter darauf zuriickgefiihrt werden rnufite, dad diese durch die harte Behandlung in den Verpackungsmaschinen feucht bzw. wasserlassig wurde. Wahrend un,d nach dem zweiten Weltkriege stellte die Industrie Maschinen zur Verfiigung, welche die trockene und weiche Butter direkt aus dem Butterfertiger so formte und verpackte, dad die feine Wasserverteilung der Butter gewahrt wurde. Seit Ende des zweiten Weltkrieges verlangen die Verbraucher in allen westlichen Landern mehr denn je alle dafur geeigneten Nahrungsmittel in standardisierten Verpackungen. I n England wird z. B. 75 O/o der gesamten Butter in Fertigpackungen abgegeben, was jedenfalls weit mehr berechtigten hygienischen Forderungen entspricht als die alte Methode des Auspfundens der Butter im Laden des Kleinhandlers. Der Nacht'eil dieses Vorgehens war in der Hauptsacbe nur der, dad die engl'isch'en Verpackungszentralen hierbei danische und neuseelandische 0. a. Butter vermischten, wobei dem Verbraucher die Qualitatskontrolle der Ursprungsbutter verloren geht. U m dieseni Ubelstand entgegenzutreten, stelltcn danische Molkereien schon 1947 vollautomatische Butterverpackungsmaschinen auf und unterstellten deren Arbeit der Kontrolle der Staat'smolkerei. Gleichlaufend hiiermit sind in den letzt'en Jahren die erwahnten Versuche auf der danischen Staatsmolkerei selbst durchgefuhrt, uber die nach Band 83 der amtlichen Berichte hier naher ausgefuhrt werden soll:
Da man innerhalb der danischen Molkereiwirtschaft von Anfang an damit gerechnet hat, dad ein Absatz von ausge- pfundeter Butter bzw. von Paketbutter nach vielen verschietlenen Markten in Frage kommen kann, so gli'e'derten sich die umfangreichen Versuchsreihen nach drei Marktorientierungen: 1. dem einheimischen Markt, 2. den europaischen Markten und 3. den iibersceisch,en Markten. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dad das Butterproduktionsland, das ausgepfundete Butter i t 1 bester Qual'itat und hiichster Haltbarkeit auf den
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