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Über den abbau der nukleinsäure bei der isolierung aus kalbsthymus

✍ Scribed by Signer, Von R. ;Knapp, A.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1947
Weight
214 KB
Volume
1
Category
Article
ISSN
0025-116X

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✦ Synopsis


Die alteren Angaben iiber die Praparation der Thymonukleinsaurel schreiben die Vermndung von Reagenzien vor, welche einen Abbau der Molekiile wahrscheinlich machen. So wir'd der Organbrei zur Koagulation der EiweiBe zuerst mit verdiinnter Essigsaure bei hoherer Temperatur behandelt, dann folgt ebenfalls bei hoherer Teinperatur eine Extraktioii iiiit verdiinnter Natronlauge.

Unter vie1 milderen Bedingungen erfolgt die Isolierung nach E. Hammarsten'. Dle Temperatur wird auf 0' gehalten und der pH-Wert der wasserigen Losungen weicht vom Neutralpunkt nie wesentlich ab. Das so hergestellte thymonukleinsaure Natrium ist hochmoltekular. Aus der Striimungsdoppelbrechung und der Viskositat verdiinnter wasseriger Losungen ergab sich', d a B sehr lauge Kettenmolekiile vom Molekulargewicht ca. 1'000'000 vorliegen.

Die meisten Naturprodukte dieses Bauprinzips (Cellulose, Kautschuk usw.) werden sehr leicht abgebaut, sei es durch Hydrolyse, Oxydation usw. Eine Reindarstellung untcr Wahruiig der urspriinglichen MolekiilgroBe ist kaum moglich. Es ist also wahrscheinlich, daB auch bei der schonendsn Gewinnung der Nukleinsaure aus dem Thymusgewebe ein Abbau stattfindet'.

Im iolgenden werden Versuche beschrieben, welche diese Verniutung hestatigen5. Es wurde die Estraktionsdauer des Gewebes variiert und aus den verschiedenen Losungqn nach der Hammarstenschen Vorschrift reine I'hymonukleinsaure als Natriumsalze isoliert. Es zeigte sich, daB niit zunehmender Extraktionsdauer die mittleren Kettenlangen stark abnehmen. Anhaltspunkte iiber die MolekiilgriiBen ergeben sich aus den Viskositaten und der Stromungsdoppelbrechurig verdiinnter Losungen. Hammarsten fiihrt die Ex traktioii folgendermaBen aus: Thymusdriisen werden nach der Schlachtung des Tieres sofort zu einem Organbrei zer-1 Neumann, Archiv. Anat. Physiolog. 552 (1899). 2 Biochem. Z. 144, 383 (1924) 3 R. Signer, T. Caspersson, E. Hammarsten, Nature 141, 122 (1938). 4 Diese Vermutung wurde neuerdings gelulert von A. E. Mirsky und A. W. 5 Eine ausfiihrliche Darstellung der Experimente findet sich in der Dissertation 89


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