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Über den anaeroben Abbau der Citronensäure in tierischem Gewebe

✍ Scribed by Martius, Carl ;Nitz-Litzow, Dagobert


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1952
Tongue
English
Weight
321 KB
Volume
85
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


unter Wasserstoff-Entwicklung reagierenden Ruckstandes (MgH,+MgBr,) erfolgte. Um festzustellen, um welche Kohlenwasserstoffe es sich handelte, wurde das abgegebene Gas durch zwei mit Bromwasser und Brom beschickte Waschflaschen geleitet, in denen ea zum weitaus iiberwiegenden Teil absorbiert wurde. Die Aufarbeitung des Reaktionsproduktes durch Entfernen des iiberschiiss. Broms, Ausiithern der wiiBr. Losung, Trocknen und Abdampfen des Athers und fraktionierte Destillation der zuriickbleibenden Fliissigkeit lieferte eine bei 164-1670 iibergehende Verbindung (Sdp. von 1.2-Dibrom-butan: 166O; Sap. von 2.3-Dibrom-butan: 1580). Hiernach bestand die Fliissigkeit zum @fiten Teil aus 1 . 2 -D i b r o mb u t a n und das bei der Pyrolyse entwickelte Gas dementsprechend aus Buten-(I).

Phenyl-magnesium-bromid: Eins aus 8 g (7.4 I ) Nagnesiums4) und 37.5 g (5.4 1) Brombenzol in ublicher Weise hergestellte ather. Losung von Phenyl-magnesium-bromid wurde i.Vak. von &her befreit und der feste Ruckstand in einem mit zwei mit Eis-Kochsalz gekiihlten Fallen verbundenen Schwertkolben im olpumpenvakuum thermisch zersetzt, wobei die Temperatur sehr langsam auf 3000 geateigert und dann 12 Stdn. a d dieser Hohe gehalten wurde. Wiihrend der ganzen Dauer des Erhitzens destillierte h gsam Diphenyl ab96). Die Fraktionierung des Destillats lieferte neben 2.4 g Benzol (Sdp. 78-82O; Benzol: 80°) 4.55 g Diphenyl (Schmp. 68O; Diphenyl: 69O), was 13 bzw. 25 yo des eingesetzten Brombenzols entspricht. Der dunkelgraubraune Zersetzungsriickstand entwickelte auf Wasserzusatz hin explosionsartig heftig Waaserstoff. 104. Carl Martius und Dagobert Nitz-Litzow: Uber den anaeroben Abbau der Citronensiiure in tierischem Gewebe*) [Aus dem Physiologisch-chemischen Institut der Universitat Tiibingen] (Eingegangen am 10. Miirz 1952) Citronensaure wurde unter AusschluD von Smerstoff mit Leberbrei bebrutet. Die gebildeten Abbauprodukte neben unvertinderter Citronensaure wurden isoliert bzw. papierchromatographisch analy. siert. Als Hauptprodukte des anaeroben Citratabbaus d e n a-Oxyglutarsaure bzw. Umwandlungsprodukte derselben festgestellt. Der Mechanismus dieses anaeroben Citratabbaus und seine physiologische Bedeutung werden diskutiert. Wie schon A. Hahnl) beobachtet hatte, wird Citronenstiwe durch Muskeloder Leberbrei auch unter streng anaeroben Bedingungen und ohne Zusatz von Wasserstoffacceptoren unter Kohlendioxyd-Abspaltung abgebaut. Als ITrsache fiir diesen Abbau nahm H a h n seinerzeit zelleigene Wasserstoffacceptoren an, eine Ansicht, der sich der eine von uns zuniichst anschloSe), als man bei den Untersuchungen uber den Abbaumechanismus der Citronensiiure wiederum auf diesen betriichtlichen anaeroben Abbau aufmerkmm wurde. Eine neue Bearbeitung dieses Problems ergab jedoch das Irrige dieser a) Es wurde mit einem groSeren MagnesiumuberschUD gearbeitet, u m daa Magnesium moglichst quantitativ in Phenyl-magnesium-bromid zu verwmdeln und die Bildung von Diphenyl zu vermeiden. 85) Hieraus geht hervor, daS sich das Diphenyl in der Hauptmenge wtihrend des Erhitzens bildete und nicht bereits vorher bei der Bildung der Grignard-Verbindung infolge Nebenredction (Mg+2C,H5Br + MgBr2+ (C6H5)J & Beimengung entstand. *) Herrn Geheimrat H. Wieland in dankbarerverehrung aum 75. Geburtstag gewidmet. 1) A. H a h n u. W. H a r m a n n , Ztschr. Biol. 89,663 [1929].


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