Über China-Alkaloide. 7. Mitteilung. Über die Konstitution von Cinchonamin und Chinamin
✍ Scribed by R. Goutarel; M.-M. Janot; V. Prelog; W. I. Taylor
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1950
- Tongue
- German
- Weight
- 818 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Von den nicht aufgekliirten China-Alkaloiden besitzen das C i nc h o n a m i n Cyl9H2,ON2 und das Chinamin C19H24O2N2 ein besonderes Interesse, weil sie nach bisherigen Untersuchungen2) einen Indol-Kern enthalten sollen, wahrend die gut erforschten Verbindungen dieser Reihe bekanntlich Chinolin-Derivate sind. Das C h i n a mi n aus Cinchona Ledgeriana und anderen amerikanischen Cinchona-Arten wurde in neuerer Zeit von T. A . Henry, K. 8. K i r b y & G. E. Shaw3), K . S. Kirby4) sowie R. Robinson und Mitarbeitern5) untersucht. Besonders auffallend ist der Unterschied zwischen dem Chinamin und den anderen China-Alkaloiden bei der Oxydation mit Chrom(V1)-oxyd, wobei &us Chinamin als Hauptprodukt eine 3-Vinyl-chinuclidin-carbonsaure entsteht, deren Konstitution durch Uberfiihrung in das bekannte 3-Athyl-chinuclidin6) aufgeklgrt werden konnte. Auf die Anwesenheit eines Indol-Kernes wurde aus der Bildung von 2,3-Dimethyl-indol bei der Destillation mit Zinkstaub und aus der Tatsache geschlossen, dass sowohl das Chinamin selbst, als auch gewisse Umwandlungsprodukte desselben die fur die Indol-Derivate charakteristischen Farbenreaktionen geben. Hsuptsachlich auf Grund dieser Tatsachen wurde fur da,s Chinamin die Formel I vorgeschlagen. Ruymond-Hamet7) hat dagegen hervorgehoben, dass das Chinamin ein von Indol verschiedenes Absorptionsspektrum be-Sitzt. I n einer vor kurzem veroffentlichten Mitteilung hat R. Robin-son8) aus der Tatsache, dass das Chinamin mit Diazobenzol-sulfosaure einen Axofarbstoff gibt, geschlossen, dass es sich nicht um eine Verbindung mit einem aromatischen Indol-Kern handeln kann und in Erwagung gezogen, dass das Chinamin ein Dihydro-indol-oder Tetrahydro-chinolin-Derivat sein konnte. Da das Absorptionsspektrum im l) 6. Mitt. Helv. 27, 545 (1944).
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Die bisherigen Ergebnisse der stereochemischen Untersuchungen an China-Alkaloiden lassen sich folgendermassen kurz zusammen-fassen2). Die wichtigsten in der Natur vorkommenden Alkaloide, die methoxylfreien stereoisomeren Verbindungen Cinchonidin und Cinchonin (I), sowie die methoxylhaltigen stereois
Siehe z. B. H. BUDZIKIEWICZ, C. DJERASSI & D. H. WILLIAMS, ((Interpretation of Mass Spectra Np,-Dimethylsarpagin-chlorids aus PZeiocarPa mutica BENTH. [14] bereitet. Die 3, Aus Substanzmangel konnte keine Drehung gemessen werden.
cis -1 , 2 -D i a t h y 1c y clo h e x a n ( XXX). 450 mg l-Brom-cis-3,4-diathyl-cyclohexan in 4,5 cm3 Alkohol wurden mit 65 mg Natrium in 1 cm3 Alkohol versetzt und mit Raney-Xickel aus 500 mg Legierung hydriert. Das Hydrierungsprodukt versetzte man mit 10 cm3 Wasser und nahm das ausgeschiedene (3
Das benotigte Oxyacanthin verdanken wir Herrn Dr. M. Tom i t a , der die Base aus Berberia Thumbergii erhalten hatte. Die freie Base bildet Krystallnadeln vom Schmelzp. 217 O. Die Atherlosung wurde mit verdunnter Lauge ausgeschuttelt und das Methyloxyacanthin in verdunnter Salzsaure aufgenommen, wo