𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Zur Kontamination von Oberflächen-, Regen- und Trinkwasser mit chlorierten Kohlenwasserstoffen

✍ Scribed by Engst, R. ;Knoll, R.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1973
Tongue
English
Weight
891 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0027-769X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Abstract

In Anbetracht der nachgewiesenen ubiquitären Verbreitung der chlorierten Kohlenwasserstoffe in der Umwelt sind in jedem Oberflächenwasser Rückstände von Wirkstoffen, Isomeren und Metaboliten dieser Insektizide zu erwarten. Da für die Trinkwasseraufbereitung in verstärktem Maße Oberflächenwasser herangezogen wird, ist eine rechtzeitige Einschätzung der Trinkwasserquellen von großer Bedeutung, um mögliche Risikofaktoren beizeiten zu eliminieren.

Zur Ermittlung der Wasserkontamination wurden Oberflächen‐, Regen‐ und Trinkwässer aus der Umgebung der Stadt Potsdam auf Rückstände untersucht. Die von den Proben durch Ausschütteln mit n‐Hexan extrahierten Rückstände wurden ohne weitere Reinigung gaschromatographisch an 2 Säulen unterschiedlicher Polarität mit Elektronen‐Einfang‐Detektoren bestimmt. Die Nachweisgrenze betrug 0,01 ppb (μg/kg). Als Rückstände wurden p, p′‐DDT, p, p′‐DDE, p, p′‐DDD und Lindan nachgewiesen. Die höchsten Rückstandsgehalte enthielt das Oberflächenwasser (26 Proben) mit 0 bis 3,20 ppb DDT, 0 bis 0,98 ppb DDE, 0 bis 0,50 ppb DDD und 0,01 bis 0,67 ppb Lindan. In 9 Regenwasserproben wurden im Durchschnitt 0,19 ppb DDT, 0,05 ppb DDE, 0,02 ppb DDD und 0,08 ppb Lindan ermittelt. In den untersuchten 17 Trinkwasserproben konnten durchschnittlich 0,10 ppb DDT, 0,06 ppb DDE, 0,04 ppb DDD und 0,05 ppb Lindan nachgewiesen werden. In Regenwasser war in 2 Fällen noch α‐HCH vorhanden.

Die im Trinkwasser vorhandenen Rückstände müssen als unerwünscht angesehen werden, auch wenn die Gesamt‐DDT‐Aufnahme bei einem täglichen Trinkwasserkonsum von etwa 21 nur 0,4 μg beträgt. Andererseits erfolgt die tägliche Aufnahme unvermeidbar. Deshalb muß ebenfalls von dieser Seite aus die stufenweise Reduzierung des DDT‐Einsatzes in der DDR begrüßt werden.


📜 SIMILAR VOLUMES


Zur Kontamination von Humanmilch mit chl
✍ Knoll, W. ;Jayaraman, S. 📂 Article 📅 1973 🏛 John Wiley and Sons 🌐 English ⚖ 904 KB

## Abstract Es wurden 164 Humanmilchproben von 96 Müttern auf Rückstände an chlorierten Kohlenwasserstoffen dünnschichtchromatographisch untersucht. Die Nachweisgrenze betrug 0,005 ppm o, p′‐DDT, 0,01 ppm p, p′‐DDT bzw. p, p′‐DDD, 0,01–0,05 ppm p, p′‐DDE, γ‐HCH bzw. β‐HCH sowie 0,1 ppm für PCB. Be

Untersuchungen zur umweltbedingten Konta
✍ Fritz, W. ;Soós, K. 📂 Article 📅 1981 🏛 John Wiley and Sons 🌐 English ⚖ 530 KB

## Abstract Die Benzo[a]pyren(BaP)‐Gehalte ausgewählter Vegetabilien aus industriefernen Gegenden der DDR liegen zwischen 0,01 und 2,3 μg/kg Frischgewicht (durchschnittlich 0,43 μg/kg), in der Ungarischen VR zwischen 0,05 und 3,85 μg/kg (durchschnittlich 0,6 μg/kg). Die BaP‐Gehalte von Vegetabilien