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Zur Kenntnis des Kohlenstoffringes IX. Über den Abbau von Zibeton, Zibetol und Zibetan

✍ Scribed by L. Ruzicka; H. Schinz; C. F. Seidel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1927
Tongue
German
Weight
776 KB
Volume
10
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


In einer fruheren Mitteilung2) wurden verschiedene Abbaureaktionen des Zibetons beschrieben, die zur Aufstellung der Formel I fur dieses Keton fuhrten. Bevor noch die Arbeiten, die zur Begrundung dieser Formel dienten, beendigt waren, wurde die Untersuchung einer wderen Abbaureihe begonnen, uber deren Resultate hier zunachst berichtet werden soll.

Nach drei verschiedenen Methoden wurde das Zibeton in den zugehorigen Kohlenwasserstoff, das Zibetan ubergefiihrt. 1. Beim Erhitzen des Semicarbazons rnit Natriumathylat nach der Methode von Wolff entsteht neben dem Zibetan auch noch eine gewisse Menge Zibetol, das durch Phtalsaure-anhydrid abgetrennt werden konnte und mit dem Zibetol, welches durch Reduktion des Zibetons mit Natrium und Alkohol hergestellt wurde, identisch ist. 2. Bei der Reduktion des Zibetons nach Clemmensen bildet sich neben Zibetan etwas Dihydro-zibetan, das rnit dem Cyclo-heptadecan (aus synthetischem Cyclo-heptadecanon gleichfalls nach Clemmensen gewonnen) identisch ist. Die Bildung von Dihydrozibetan beruht auf einer Chlorwasserstoffanlagerung an die Kohlenstoffdoppelbindung des Zibetons und nachherigem Ersatz des Chlors durch Wasserstoff. Die andere Entstehungsmoglichkeit, Wanderung der Doppelbindung in die Nachbarschaft des Carbonyls verbunden mit nachfolgender Hydrierung, ist unwahrscheinlich, da Zibeton gegen konzentrierte Salzsaure bestandig ist. 3. Das durch energische katalytische Hydrierung gewonnene Dihydro-zibetol liefert bei der Wasserabspaltung mit Phosphortribromid oder Kaliumbisulfat Zibetan.

Das nach den Methoden 1 und 3 gewonnene Zibetan konnte in reiner Form erhalten werden und die beiden Priiparate stimmen in allen Eigenschaften vollstandig iiberein. Das von Methode 2 herruhrende konnte, da es mit Dihydro-zibetan verunreinigt ist, nur durch seine Oxydationsprodukte, die rnit denen der anderen beiden Praparate iibereinstimmen, als solches charakterisiert werden. Bei der Oxydation des Zibetans mit Kaliumpermanganat bildet sich neben einem Gemisch von Dicarbonsauren rnit geringerer Zahl von Kohlenstoffatomen eine betrachtliche Menge der Tetradecan-1, 14-dicarbonsaure (VI). Da bei der Ozonisation des Zibetans dagegen Pentadecan-I, 15-dicarbonsaure (VII) gebildet wird, so ergibt sich fur diesen Kohlenwasserstoff die Formel 111.


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