𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Zur Kenntnis des Kohlenstoffringes XXVII. Über den 26-, 28-, 30-, 32-, und 34-gliedrigen Kohlenstoffring und über physikalische Eigenschaften bei vielgliedrigen Kohlenstoffringen

✍ Scribed by L. Ruzicka; M. Hürbin; M. Furter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1934
Tongue
German
Weight
574 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0018-019X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Unsere friiheren Untersuchungen ergaben fiir die Diehte-und die Schmelzpunktskurven der vielgliedrigen Kohlenstoffringe einen gane besonderen Verlauf. Die Dichtekurven2) zeigten ntlch dem Erreichen ekes Bilaximums zuniichst einen kontinuierlichen Abfall, der in der Reihe cler Diketone such noch beim letzten untersuchten Ringsystem, dem 32-gliedrigen, anhielt. Ebenso war auch in der Ketonreihe diese Abnahme bis zum 30-gliedrigen Vertreter vorhanden. Bei den Kohlenwasserstoffen zeigte zwar die Dichtekurve vom Maximum (14-gliedriger Ring) bis zurn 3s-gliedrigen Vertreter die gleiche fortlaufende Abnahme j der 39-und der 30-gliedrige Kohlenwasserstoff liegen sber auf einem wieder ansteigenden Stuck der Kurve.

Obwohl alle diese Erscheinungen bei analysenreinen Prgparaten ermittelt wurden, waren wir doch bestrebt, durch wietlerholtes Umkrystallisieren einen womoglich noch hoheren Reinheitsgrad der in Frage kommenden Verbindungen zu erzielen. In clen meisten Fallen wurden so wieder die genau gleichen Eigenschaften ermittelt. Aber auch dort, wo noch geringf iigige ;hderungen der physikalischen Konstanten beobachtet wurden, traten keine nennenswerten Abweichungen von dem eben geschilderten Verlauf der Kurven ein. Ferner stellten wir noch einige neue, moglichst hochgliedrige, Verbindungen her, um clen weiteren Verlauf der Kurven verfolgen zu klinnen. Es waren dies das 34-gliedrige Keton und dann Diketon, lieton und Kohlenwnsserstoff des 34-glietlrigen Ringes.

Wir stellen in folgender Tabelle die auf 20° umgerechneten spezifischen Gewichtc der in analysenreiner Form hergestellten unil genau untersuchten vielgliedrigen Verbindungen (bom 20-Ring ab) zusammen.

Diese Werte sind in Fig. 1 graphi~ch'dargestellt~), wodurch die sich ergebenden Regelmassigkeiten besonders deutlich zu Tage treten. Wahrend also die Dichte bei den hochstgliedrigen cyclischen Ketonen langsam nncl stetig gegen einen Grenzwert zu fiillt, steigt die Dichtekurve der Diketone nach dem Minimum beim 32-Ring gegen den 34-Ring wieder an. Sie zeigt also das prinzipiell gleiche