Volumen xxx, Fasciculus I (1947). 353 boxylierung). Die Titration mit 0,l-n. NaOH ergab den fur die Dicarbonslure berechneten Wert. 3,072 mg Subst. gaben 0,270 cm3 N, (15,5O, 737 mm) 79,O mg Subst. verbrauchten 5,961 em3 0,l-n. NaOH C,H60,N,S, Ber. N 10,37% Aquiv.-Gew. 270,3 Gef. ,, 10,09% 265,4 D i
Zur Kenntnis der Triterpene. (105. Mitteilung) Über das Ambreïn, einen Bestandteil des grauen Ambra
✍ Scribed by L. Ruzicka; F. Lardon
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1946
- Tongue
- German
- Weight
- 568 KB
- Volume
- 29
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Das graue Ambra, ein Ausscheidungsprodukt des Sperm-oder Pottwales (Physeter macrocephalus L.) ist ein seit Jahrhunderten sehr geschatzter und kostbarer Riechstoff. PeZletier und Cawemntou4) haben im Jahre 1820 das graue Ambra untersucht und den in Alkohol loslichen geruchlosen Anteil als Ambrafett oder Ambrein bezeichnet. Ungefahr 100 Jahre spater hat Ribam5) fur das Ambrein die Bruttoformel C,,H,,O angegeben. Nach Su~~uki6) schmilzt das Ambrein bei 82 -83, und weist in alkoholischer Losung eine spezifische Drehung von +20,5O auf. Auf Grund der Analysenwerte wurde von Xuxuki die Formel C,,H,,O angenommen. Wir haben verschiedene durch Destillation im Hochvakuum oder durch Krystallisation aus 70-proz. Methanol gereinigte Praparate von Ambrein untersucht und konnten die experimentellen Angaben von Suxuki in der Hauptsache bestatigen. Die weiter unten besprochenen Abbaureaktionen fuhren jedoch zum Schluss, dass dem Ambrein wahrscheinlich die Bruttoformel C,,H,,O zukommt. Die fur die homologen Formeln C,,H,,O bis C,,H,,O berechneten Kohlenstoff-und Wasserstoffwerte liegen so nahe beieinander, dass man durch Elementaranalyse keine sichere Entscheidung treffen kann.
Wir haben weiter gefunden, dass das Ambrein (I) mit Tetranitromethan eine starke Gelbfarbung gibt und bei der Titration mit Benzopersaure in Chloroformlosung bei O o 2 Atome Sauerstoff verbraucht. Die Anwesenheit von zwei Doppelbindungen wurde ferner durch katalytische Hydrierung gesichert . Nach der Aufnahme von 2 Mol Wasserstoff geht das Ambre'in in das nicht krystalline, gegen Tetranitromethan gesattigte Tetrahydro-ambrein C,,H,,O (11) uber. Die Doppelbindungen des Ambreins befinden sich in isolierter Lage, weil die Verbindung im U.V. bis 220 mp keine Absorption aufweist'). l) 104. Mitt. Helv. 29, 442 (1946). 2, Die Publikation dieser Arbeit, die erst nach Vervollstandigung des experimentellen Materials geplant war, wurde veranlasst durch die Ankundigung eines Vortrages von E. Lederer, F. Marx und D. Mercier an den Journbes biochimiques Franco-Suisses in Base1 am 26. Mai 1946. 3, Diss. E.T.H. 1939. 4, J. Pharm. 6, 49 (1820).
- Die in dieser Arbeit erwahnten U. V.-Absorptionsspektra wurden in alkoholischer 5, B1. [4], I I, 754 (1912). 6 , C. 1926, I. 147. Losung aufgenommen.
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## Abstract In dieser Arbeit wird die Gewinnung der Säure VI aus den Ringen A und B des pentacyclischen Triterpens Oleanolsäure (I), sowie des tricyclischen Triterpens Ambreïn (IX) beschrieben. Schon früher wurden die Ringe A und B des Ambreïns mit den beiden Ringen der Manool‐Sclareol‐Gruppe (XV,
Schon friiher haben wir das bei der Dehydrierung mit Selen Sapotalin (172,7-Trimethyl-naphthalin) liefernde Ascigenin als den Polyterpenoiden zugehorig betrachtet "), und es schien uns aus verschiedenen Griinden von Interesse, dieses Aglucon in den Rahmen unserer Untersuchungen iiber Triterpene einz