𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Kenntnis der Triterpene. (72. Mitteilung). Über Äscigenin, das Aglucon des Saponins aus den Samen der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum L

✍ Scribed by L. Ruzicka; W. Janett; Ed. Rey


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1942
Tongue
German
Weight
542 KB
Volume
25
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Schon friiher haben wir das bei der Dehydrierung mit Selen Sapotalin (172,7-Trimethyl-naphthalin) liefernde Ascigenin als den Polyterpenoiden zugehorig betrachtet "), und es schien uns aus verschiedenen Griinden von Interesse, dieses Aglucon in den Rahmen unserer Untersuchungen iiber Triterpene einzubeziehen.

Das Saponin Ascin, dessen Aglucon das Ascigenin vorstellt, ist wegen seiner leichten Zuganglichkeit schon oft Gegenstand von Untersuchungen gewesen3). Es stellt ein gut krystallisierendes Gemisch verschiedener Saponine dar, welches relativ schwer zum Aglucon gespalten werden kann4), ein Umstand, der verschiedene Widerspriiche in der Literatur zu erklaren vermag, da sich viele Angaben iiber das Ascigenin nicht auf das reine Aglucon, sondern auf ein Gemisch von Pro sapogeninen bezieh en. Schon.im Jahre 1867 diirfte RochZeder (1. c.) das ziemlich reine Aglucon in Handen gehabt haben, dem er die Formel C,,H,oO, zuschrieb,). A . Winterstein6) hat fur Ascigenin (Smp. 304O; [ o I ] ~ = + 27O in Alkohol) eine vorlaufige Bruttoformel C,,H,,O, vorgeschlagen, welche er spater , ) auf Grund weiterer Untersuchungen auf C,,H,,O, abanderte. I m Gegensatz dazu halt van der H a m (1. c.) fur ein Ascigenin vom Smp. 310-311O und 3 + 35O (in Eisessig) an der Brutto-