Der metabolische Abbau der CitroneAiure durch Aspergillus nigev wird durch Enzymgifte (Jodacetat, p-Chlormercuribenzoat, Fluorid, Fluoracetat, Arsenit, 8-Hydroxychinolin, Cyanid und a,4-Dinitrophenol) in Konzentrationen zwischen 0,005 u n d ~, 0 5 m fast vollstandig gehemmt. Papierchromatographisch
Untersuchungen über Synthese und Abbau von Citronensäure durchAspergillus niger 2. Mitt. Zur Dissimilation von Citronensäure und einigen weiteren organischen Säuren
✍ Scribed by Täufel, K. ;Behnke, U.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 723 KB
- Volume
- 10
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
A bbaumechanismus Verschiedene, daraufhin getestete organische Sauren werden von A. niger ohne vorherige Adaptation umgesetzt. Hierbei werden -.verglichen rnit der Citronensauredie Weinsaure mit etwa gleicher, die cis-Aconit-, Bernstein-, Fumar-und Apfelsaure rnit leicht verminderter Geschwindigkeit abgebaut. Bei Oxal-und Citramalsaure erfolgt der metabolische Angriff nur in sehr geringem MaBe. Eine direkte Decarboxylierung der Citronensaure ist nicht nachweisbar. Der von CHALLENGER u. a. postulierte Abbaumechanismus der Citronensaure mit Acetondicarbons5ure als Zwischenprodukt ist nicht zu bestatigen. Alle Beobachtungen sprechen fur den Ablauf des Citronensaurecyclus bei der Dissimilation von Citronensaure durch A . n i p . Aspergillus niger Es ist bekannt, dall Citronensaure von A . niger nach vorheriger Eigensynthese wie auchund zwar rnit grol3erer Geschwindigkeitnach dem Umsetzen des Mycels auf eine frische, citrathaltige Nahrlosung abgebaut wird [I, 21. Die Frage steht an, ob diese Saure hinsichtlich ihrer biochenischen Verwertbarkeit eine Sonderstellung einnimmt oder ob der zu ihrer intensiven Synthese adaptiv befahigte Pilz allgemein in der Lage ist, organische Saureninsbesondere solche des Citronensaure-Cyclus -zu verwerten. Nach TAUFEL u. a. [3] werden z. 8. Bernstein-und Malonsaure dissimiliert, Oxalsaure dagegen nur in Anwesenheit von Saccharose oder Citronensaure. Xach .ingaben der Literatur kann bei Stammen von A . wager, die zu reichlicher Citratbildung befahigt sind, unter bestimmten Bedingungen der KREBS-C~C~US evtl. unterbrochen werden [4-81. AuBer der Veratmung der Ssure zu Kohlendioxid 121 liegen iiber einen abgcwandelten Abbau schlussige Hinweise nicht vor. Der Gedanke ist naheliegend, daO enzymatisch eine Decarboxylierung erfolgt, wie sie fur Sauren ahulicher Konfiguration bekannt ist, z. B. fur cis-Aconit-, Isocitronen-, Apfel-, Bernstein-, Malon-oder Oxalsaure [9]. Solche Reaktionen sind oft mit einer Dehydrogenisierung unter Bildung von a-Ketosauren (bei Isocitronen-bzw. Apfelsaure) bzw. mit einer vorherigen Aktivierung durch CoA (Bernstein-, Malon-bzw. Oxalsaure) gekoppelt ; cis-Aconitat diirfte demgegenuber in einer dem Enzym leichter zugauglichen Form vorliegen, namlich durch die der Carboxylgruppe benachbarten Doppelbindung. Fur die Citronensaure scheidet eine direkte Dehydrogenisierung unter Rill I. Mitt. Nahrung 10, 109 (1966). 2 Fur sorgfgtige esperimentelle Mitarbeit danken wir Fraulein Ch. FRITZ und Fraulein R. URBAT. CH8 Aceton Abb. 2. Mechanismus des Abbaues der Citronensaure nach CHALLEXGER u. a.
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