Untersuchungen tiber die Anthocyane; 11. Uber den Farbstoff der Rose; von Richard Fillstutter I). von Richard WXstatter und Thomas J. iVolan (Eingelaiifen am 5. November 1914.) Einleitung. Es ist vor vielen Jahren versucht worden, das Anthocyan der Rose ebenso wie andere Farbstoffe der Rliiten un
Untersuchungen über die Anthocyane. IV. Über den Farbstoff der Scharlachpelargonie
✍ Scribed by Willstätter, Richard ;Bolton, Elmer K.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1915
- Weight
- 830 KB
- Volume
- 408
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
IV. 0 ber den Farbstoff cler Scharlachpelargonie;
von Richard Willstattt~r und B m e r K. Bolfnrr.
Einleitnng.
Das Anthocyan der Pelargonie ist zum ersten Male von A. B. Q r i f f i t h s l ) untersucht worden. Sein T7erfahren fur die Isolierung bestand einfach im Erwarnien der Blutenbliitter mit 90 prozentigem dlkohol nnd Verdampfen des filtrierten Extraktes zur T r o c h e ; der Riickstand wurile iioclimals mit Alliohol behandelt und die Losung wieder verdampft. Das so erhalteiie Pigment Powie eine Acetylverbindung und ein Kaliumsalz desselben hat G r i f f i t h s analysiert. E r schreibt dem Farbstoff die Formel C,,H,,O, zu und bemerkt. daW er kein Proteid sei, aber ein Uerivxt pines solchen sein kiiniie. Mit einigen anderen Blutenfarbstoflen, n8mlich von Verbena nnd Helianthns, hat sich G r i f f i t h s beschiiftigt, oline sie zu analysieren; er teilt nur uit, sie seien stickstoff-und schwefelhaltig.
Ohne diese freilich sehr unsicheren Ergebnisse zu beriicksichtigen, hat V. G r a f e ? ) nuf Anregung von H. Mol i s c h eine eingehende und miihevolle Untersuchnng des Anthocyans der Scharlachpelargonie im pflanxenphyeiologischeii Institut zu \'ien ausgefiihrt. G r a f e macht den Versuch, Molischs Methode der Mikrokrystallisation von Anthocyanen in einen praparativen Mabstab zu iibertragen. Es gelingt ihm, Iirystalle des Farbstoffs in groDeren Mengen zu erhalten, aber sein Verfaliren fur die Gewinnung des Anthocyans ist sehr umstiindlich und nngeeignet, und die Resnltat e seiner Untersuchung ha1 ten der Nachpriifung nicht stand, weder die Beschreibnng tles Farbstoffs, noch die Analyse und die Abbanversuche. *) Rer. d. d. chern. Ges. 36, 3939 (1903). ?) Sitzungsber. d. Wien. Akad. d. Wiss., math.-nat. Kl. 120, i65 (1911).
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