Untersuchungen über Derivate des β-Methylanthrachinons. III. Mitteilung. Synthese des Frangula-Emodins
✍ Scribed by R. Eder; C. Widmer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1923
- Tongue
- German
- Weight
- 924 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Emodin ist cine Bezeichnung f iir eine Anzahl isomerer Substanzen, die als Trioxyderivate cles Methylanthrachinons zu betrachten sind, uiid die in versehiedenen abfuhrend wirkenden Arzneidrogen teils als solche. teils auch als Reduktionsprodukte, frei oder in Form von Methylathern und Glukosiden vorkommen und zu den wirksainsten Stoffen dieser Drogen gehoren. Genauer bekannt sind zurzeit zwei Emodinc : das Frangula-Emodin (auch Rheum-oder Cascara-Emodin genannt) und das Aloe-(oder Senna-) Emodin, deren Verschiedenheit znerst, von Oesterlel) erkannt wurde.
Fur das Aloe-Emodin ist die Konstitution eines [ Oxymethyll-3dioxy-l,8-anthrachinons erwiesen2). Die Konstitution des Frangula-Emodins war bis jetzt nicht endgultig festgestellt. Doch ist es nach den bisherigen Untersuchungen wahrscheinlich zu betrachten als ein 1,6,8-Trioxy-3-methylanthrachinon.
Das Frangula-Emodin ist als solches oder in Form der oben erwahnten Derivate bis jetzt besonders nachgewiesen worden in Rheum-Arten (besonders im chinesischen Rhabarber), in Rumex-und Polygonum-Arten, in Rhamnus Frangula (Faulbaumrinde), Rhamnus Yurshiana (Cascara Sagrada-Rinde), Rhamnus cathartica (Kreuzdornbeeren), in Ventilago Madraspatana, in Cassia Tora, in der gelben Wandflechte (Parmelia parietina) und im Chrysarobin.
Das Frangula-Emodin wurdc zuerst 1857 aufgefunden von Warren de la Rue und Hugo Nuller3) im Rhabarber. Sie gaben der Substanz den Namen Emodin. Warum, ist nicht sicher bekannt. Fliickiger*) bemerkt dam: ,,Nach Rheum Emodi Wallich.
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