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Untersuchungen über 1-Triphenylmethyl-imidazole, I

✍ Scribed by Giesemann, Heinz ;Hälschke, Günther


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1959
Tongue
English
Weight
428 KB
Volume
92
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Die Umsetzung der Silbersalze des Imidazols und einiger 4.5-disubstituierter Imidazol-Derivate mit Triphenylchlormethan ergibt I-Triphenylmethyl-iddazole, die durch verd. Essigsaure leicht hydrolytisch gespalten werden. Sterische Hinderung zwischen dem Triphenylmethylrest und den Substituenten in 5-Stellung wurde nicht beobachtet. Aus dem Verhalten des 1-Triphenylmethyl-4.5-diphenyl-imidazols beim Schmelzen wird auf die Entstehung von Radikalen geschlossen, die sich durch Umlagerung zum 2-Triphenylmethyl-4.5-diphenyl-imidazol stabilisieren. Irn Gegensatz zu den sehr bestandigen 1-Alkyl-und 1-Aryl-Derivaten des Imidazols und seiner Substitutionsprodukte sind die 1 -Acyl-Verbindungen sehr instabil. Nach H. A. STAAB~) ist die C-N-Bindung bei diesen Derivaten so labil, daB z. T. schon durch Leitfihigkeitswasser eine Spaltung eintritt. Mit dem Ziel, die 1-Stellung des Imidazols leicht und reversibel schutzen zu konnen, versuchten wir die Darstellung 1 -substituierter Derivate, deren Stabilitat zwischen derjenigen der 1-Acyl-und I-Alkyl-bzw. 1-Aryl-imidazole liegt. Als vermutlich geeigneten Substituenten wiihlten wir den Triphenylmethylrest (Tritylrest), da die C -N-Bindung im 1 -Trityl-imidazol stark polarisiert sein miiBte. Da bei der Reaktion von Imidazol mit Triphenylchlormethan in Benzol kein einheitliches Reaktionsprodukt und beim Erhitzen der Komponenten ohne Losungsmittel nur Harze erhalten wurden, setzten wir Imidazol-silber nach G. WYSS~) mit Triphenylchlormethan in siedendem Benzol um. Dabei entstand 1 -Trityl-imidazol in 27-proz. Ausbeute3). Die Richtigkeit unserer Annahme iiber die Stabilitat der C-N-Bindung wurde dadurch bestatigt, daB das 1-Trityl-imidazol durch Kochen mit 10-proz. Essigsaure nach kurzer Zeit quantitativ in Imidazol und Triphenylcarbinol gespalten wurde. Analoge Ergebnisse erzielten G. AMIARD, R. HEYMES und L. VELLUZ~) beim N. 1(3)-Ditrityl-L-histidin, dessen Tritylreste durch saure Hydrolyse leicht abspaltbar sind.

In Fortfiihrung dieser Arbeit interessierte uns aus zwei Griinden das Verhalten anderer 1 -Trityl-irnidazole :

  1. Setzt man das Silbersalz eines in 4.5-Stellung substituierten lmidazols rnit Triphenylchlormethan um, so ist zu erwarten, daB bei geeigneter GroBe der 4.5-Substituenten eine Verbindungsbildung durch sterische Hinderung ausbleibt.

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