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Untersuchungen zur transkristallinen und interkristallinen Spannungsrißkorrosion austenitischer Chrom-Nickel-Stähle in heißen Magnesiumchlorid-Lösungen

✍ Scribed by Dr.-Ing. K. J. Kessler; Prof. Dr. H. Kaesche


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1984
Tongue
German
Weight
677 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Die Spannungsriakorrosion (SpRK) des austenitischen Chrom-Nikkel-Stahles X5CrNi189 (Werkstoff Nr. 1.4301) wurde in heil3en Magnesiumchlorid-Losungen untersucht und der ablaufende Schadensvorgang im Hinblick auf das bekannte slip-step-dissolution Modell iiberpriift. Parallele SpRK-Priifungen mit zeitlich konstanter Last und zeitlich konstanter niedriger Dehnrate bestatigen die Vergleichbarkeit beider Priifverfahren. Dariiber hinaus zeigen die Versuche mit zeitlich konstanter Dehnrate, dal3 in hoherkonzentrierter Magnesiumchlorid-Losung bis 135 "C neben der transkristallinen auch interkristalline SpRK moglich ist. Die Beobachtungen zur RiBentstehung und RiBausbreitung verdeutlichen, daB es sich bei der RiBentstehung um lokale Korrosionsprozesse handelt. Zum einen erzeugt Lochkorrosion an elastisch gespannten Proben RiBkeime, zum anderen setzt bei plastischer Verformung bevorzugt Korrosion entlang von Gleitlinien ein. Die beobachtete trans-und interkristalline SpRK zeigt sich makroskopisch verformungslos. Deshalb wird ein Modell aufgezeigt, das den RiRfortschritt durch wasserstoffinduziertes sprodes intermittiertes Reiaen im Bereich hoher Spannungen hinter der RiBspitze erklart.

The stress corrosion cracking (SCC) of austenitic stainless steels in hot magnesium chloride solutions is known to be transgranular. Therefore the slip-step-dissolution model is most favourable when explaining the failure mechanism.

Constant load and constant extension rate tests (CERT) show that both methodes are almost equivalent. Moreover constant extension rate tests in more concentrated magnesium chloride solutions at 135 "C reveal a small potential range of intergranular stress corrosion cracking more negative than the range of transgranular SCC.

Observations of crack nucleation and crack propagation make plain that crack nucleation is a localized corrosion process. Pitting produces crack nucleis in the elastic range whereas cracks start along slip lines after plastic deformation.

Fractography of specimens which failed by intergranular and transgranular SCC show macroscopically brittle fracture surfaces. Therefore a model is proposed which explains crack propagation by hydrogen-induced intermitted cracking at high-stressed sites at the crack tip.


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