Untersuchungen zur Charakterisierung von Fritierfetten aus der Praxis
✍ Scribed by Guhr, G.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1973
- Weight
- 517 KB
- Volume
- 75
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Abstract
Zur Beurteilung der Genußuntauglichkeit von Fritierfetten und ‐ölen eignet sich nach A. Mankel die gleichzeitige Betrachtung von Säurezahl, Gehalt an oxidierten petrolätherunlöslichen Fettsäuren und Rauchpunkt. Diese Kombination wird allgemein als die z. Z. beste Beurteilungsmethode angesehen. Schnelltests, die direkt „neben”︁ der Friteuse ausgeführt werden können und nur den Gehalt an freien Fettsäuren berücksichtigen, haben nur begrenzte Aussagekraft. Ein neuer Schnelltest, der „Fritest®”︁ der Firma E. Merck, soll – ähnlich wie die Verseifungsfarbzahl – die Oxidationsprodukte erfassen. Eine Kompensation der Fettfarbe, wodurch die Eigenfarbe des Fettes und Bratguteinflüsse zumindest teilweise eliminiert würden, erfolgt beim „Fritest®”︁ nicht. Wir führten diesen Test an Proben von belastetem Soja‐ und Sonnenblumenöl und gehärtetem Erdnußöl durch. Nach den Ergebnissen an Sonnenblumenöl‐Proben aus drei Friteusen mit unterschiedlichem Bratgut wurde Fettwechsel bzw. ‐verderb schon angezeigt, ohne daß die anfangs aufgeführten Kriterien auf einen Verderb schließen ließen. Gehärtetes Erdnußöl wird in Firmenschriften und Veröffentlichungen zum Fritieren besonders empfohlen. Ein unter den praxisüblichen Bedingungen erhitztes gehärtetes Erdnußöl hatte nach dem „Fritest®”︁ die behauptete Grenze der lebensmittelrechtlichen Zulässigkeit überschritten. Ein gleichartig, aber mit Bratgut erhitztes Sojaöl war sowohl nach dem „Fritest®”︁ als auch nach den Mankel'schen Kriterien als verdorben bzw. genußuntauglich anzusehen. K. Lang und Mitarb. konnten aber bei diesen beiden Fetten in mehrjährigen Fütterungsversuchen an Ratten keine ernährungsphysiologisch abträglichen Eigenschaften feststellen.
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