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Untersuchung der Samen von Helianthus annuus

✍ Scribed by Prof. Dr. H. Ludwig; A. Kromayer


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1859
Tongue
English
Weight
817 KB
Volume
149
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Ueber die S a m e n der Sonnenblume weiss man chemisch nicht vie1 mehr, als dass sie Oel geben. In G e i g e r 's Handbuch der Pharmacie, Abth. Pharmaceutische Rotanik, finden wir dariiber angegeben : ,Die Sonnenblume stnmmt aus Peru und Mexiko. Die Achenen sind langlich, stumpf, etwas plattgedruckt, tierseitig, mit zwei scharfen und zwei stumpfen Kanten, schwarz oder grau, glatt; der Kern ist weiss. Aus diesen Kernen presst man ein mildes, reines, fettes Oel, Sonnenblumensamenol, Oleurn seminis Helianthi, welches zu Speisen, Salst, zum Brennen in Lsmpen u. s. w. benutzt werden kann. In Amerika wird der Samen zerstampft und zu Brod verbacken, oder auf andere Weise zubereitet, genossen; auch dient er zu Vogelfutter. Die jungen geschglten Stengel konnen a19 Gerniise, wie Artischocken, genossen werden.u Nach 8 ch ii b 1 e r liefert 1 wurtembergisches Simri Sonnenrosensamen 8 kolnische Pfunde Oel. Nacl G a u-.j A c und B o u s s i n g a u 1 t geben 100 Gewth. Sonnenblumensamen 15 Gewth. Oel und 80 Gewth. Oelkuchen. Arch. d.Pharm. CXXXXIX. Bds. 1.Hft. 1 2 Ludwig iind K r o m a p , B r a n d e n b u r g fand bei Einascherung der trocknen Stengel, Blatter und Blumen von Helianthus annu-10,8 Proc. Asche, wovon 4,5 Proc. in Wasser losliche Salze. (L. Gmelin's Handb. der theor. Chemie. 2. Bd. J o h n fand ini frischen Mark der Stengel von Helianthus annuus 83,3 Proc. Wasser, 10,2 Proc. Medullin (wir nennen es jetzt Pflanzenzellstoff, Cellulose), 1 Proc. Gummi, Aepfelsaure, ilpfelsaures Kali und apfelsauren Kalk, Citronensaure; 1,5 Proc. Salpeter und 1 Proc. phosphorsaures, schwefelsaures und salzsaures Kali, phosphorsauren Kalk und Eisenoxyd. Die in der ersten Entwickelung begriffene Pflanze enthalt nsch D e s s a i g n e s Asparagin. Die Wurzel nach B r a c o n n o t Inulin. ( R o c h l e d e r , Cheniie und Physiologie der Pjanzen. 1858. S.67.).

Darauf beschrankt sich unsere chemische Kenntniss der Theile der Sonnenblnme. Was uns zur Vornahme einer chemischen Untersuchung der Samen veranlasste, war die priichtig canariengelbe Farbe, welche die von der purpurschwarzen Schale befreiten weissen Merne derselben beim Uebergiessen mit Kali-oder Natronlauge augenblicklich annahmen. Wir hofften das farblose Chromogen dieser Samen zu isoliren und eine gewisse Beziehung desselben zu den in der Familie der C'ompo- siten so hiinfig auftretenden gelben Farbstoffe aufzufinden. Man moge daher verzeihen, wenn wir bei Mittheilung unserer Untersuchung vorzngsweise auf dieses Chromogen etwas niiher eingehen und von den ubrigen Bestandtheilen der Samen nur einige durftige qualitative Reactionen angeben. Wir sind darin mit R o ch 1 e d e r vollig einverstanden, dass der Pflanzenphysiologie nur ein allseitiges Studium der neben einander vorkommenden Stoffe einer Pflanze frommen konne. Die Chemie ist eben SO wenig wie Rom in einem Tage gebaut, und gestatte man deshalb uns Mitarbeitern im chemischen Weinberge, einen Baustein nach dem andern beizutragen.


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