Man bezeichnet mit dem Namen Dlosliche Stiirkea und DAmylodextrina mitunter ganz verschiedene, mitunter aber dieselben Substanzen, wie wir aus der einschlagigen Litteratur leicht ersehen konnen'). W i r werden, um sllen Missverstandnissen vorzubeugen, rnit dem Namen ,liisliche Stiirkea: das erste Um
Ueber das lösliche Stärkmehl
✍ Scribed by Muskulus
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1876
- Tongue
- English
- Weight
- 333 KB
- Volume
- 208
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Man betrachtet allgemein als liisliches Starkmehl dasjenige in kaltem und heissem Wasser losliche und durch Jod violett werdende Pulver , welches, nach dem Verfahren von BBchamp, durch Behandeln des S tiirkmehls mit Schwefelsaure erhalten wird. Dieses Praparat ist indessen nicht rein. Da die Stiirkekorner aus concentrischen, in ihrer Dichtigkeit ungleichen Lagen bestehen, so werden sie von der Schwefelsaure nicht gleichformig angegriffen; wiihrend die eine Lage in den loslichen Zustand iibergeht, erleidet die andere eine tiefer greifende Modification, indem sie sich in Dextrin und Glykose umwandelt, andererseits sehen viele Chemiker in der durch Jod hervorgerufenen violetten Fiirbung den Beweis eines Gemenges von roth fiirbbarem Dextrin und blau farbbarem loslichem Sfarkmehl. Das Starkmehl wird durch Reiben in einem rauchwandigen Xorser mit vie1 Wasser theilweise loslich. Man nimmt an, dass dabei die aussereHulleunloslich bleibt und nur der Kern in Losung, geht. Man hat dieser loslichen Modification verschiedene Namen gegeben: losliches Satzmehl (Guibourt), Gummi (Raspail), Amidin (Saussure), modificirtes Amidon (Caventou), Amidin nnd losliches Amidin (Guerin, Varry), Amylogene (Delffs). Die Ausbeute daran ist stets nur eine sehr geringe. Um mehr davon zu bekommen, suchte Fluckiger die Korner durch Materien aufzuschliessen , welche keine Metamorphose derselbcn bewirken; er vermied daher Sauren, Alkalien, Warme und bediente sich nur neutraler Salze. So fand er, dass das Chlorcalcium sowie alle iibrigen in Wasser leicht loslichen Neutralsalze die Eigenschaft besitzen, das Starkmehl in grossen Mengen aufzulosen. Bringt man Starkmehl in eine concentrirte Losung von Chlorcalcium und riibrt fleissig um, so erhalt man binnen einigen Tagen einen *) Bus dem Bulletin de la SociBt6 chim. de Paria, 5. Jiili 1874, pg. 26. Wttst.
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