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Topographische Untersuchungen über die Strahlungseigenschaften der lebenden menschlichen Haut

✍ Scribed by W. Gärtner; H. Göpfert


Publisher
Springer
Year
1964
Tongue
English
Weight
770 KB
Volume
280
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


An 60 gesunden Versuchspersonen wurden die Strahlungstemperaturen von bestimmten Hautbereichen an Rücken, Unterarm und Fußsohle gemessen und zu den am gleichen Ort ermittelten Kontakttemperaturen in Beziehung gesetzt. Als Strahlungsmesser diente einmal ein von uns modifiziertes, thermoelektrisches Gerät (Kipp & Zonen, Typ E 11), das jeweils mit einem schwarzen Hohlraumstrahler kontrolliert wurde, sowie ein neues, selbstkonstruiertes Gerät mit absoluter •ullpunktskonstanz. Die Kontakttemperaturen der Haut ergaben sich aus Messungen mit dünnen V2A-Konstantan-Thermoelementen von 0,1 mm Stärke unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen, die nach speziellen Phantomversuchen wichtig erschienen. ~eben diesen topographischen Vergleichen wurde am Unterarm noch eine Versuehsserie mit gedrosselter Durchblutung vorgenommen und die darauf eintretende Veränderung an Kontakt-und Strahlungstemperatur verfolgt. Auf Grund der relativ großen Zahl von jeweils 60 Meßergebnissen, die eine statistische Auswertung ermöglichten, konnte eindeutig festgestellt werden, daß an keiner der beobachteten Hautstellen die Strahlungstemperatur gleich der Kontakttemperatur war. Das bedeutet, daß die Haut an keiner Stelle ideal strahlt, sondern daß die Strahhingszahl unter 1 liegt. Aus den statistischen Berechnungen ergaben sich als mittlere Strahlungszahlen für den t~ücken s ~ 0,976, für den Unterarm s ~ 0,960 und für die Fußsohle s = 0,941. Die Unterschiede konnten mit einer Wahrscheinlichkeit von P ~ 0,001 gesichert werden. Bei arterieller Drossehing des Unterarmes sank dessen Strahlungszahl im Mittel auf s = 0,932 ab, was ebenfalls statistisch gesichert wurde. Aus diesen Ergebnissen darf zugleich gefolgert werden, daß die oberen Hautschichten für ultrarote Wärmestrahlen zum Teil durchlässig sind. In der Literatur vorgebrachte Gegenargumente, die sich auf die Wasserabsorption in diesem Spektralbereieh beziehen, konnten durch Betrachtung der quantitativen histologischen Verhältnisse entkräftet werden. Ein zusätzlicher Einfluß der Oberflächenstruktur der Haut wird als möglich diskutiert. Zu E n d e des letzten J a h r h u n d e r t s bezeichnete RUB~Eg is die H a u t als einen ausgezeichneten Strahler. Eine andere Auffassung v e r t r a t e n EIC~O~ST s, MASJE 15 u n d ST~Wg~T ~1, welche zeigten, daß Differenzen zwischen den Abstrahlungs-u n d Oberfli~chentemperaturen der H a u t bestehen. I m Jahre 1924 schrieben COBV~T U. B~n~IGJ~ 6 u n d 2 Jahre


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