Statistische Untersuchungen über den Wechselstromwiderstand der menschlichen Haut im Tonfrequenzgebiet
✍ Scribed by Herbert Gerstner
- Publisher
- Springer
- Year
- 1948
- Tongue
- English
- Weight
- 1005 KB
- Volume
- 250
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Als elektrische Meflanlage diente die friiher beschriebene (G~RsT~]~ a) Tonfrequenzbriicke. Der Widerstand wurde in Oktavspriingen mit 100, 200, 400, 800, 1600 und 3200 per/sec bestimmt. Die am Objekt abfallende MeBspannung beti~ag etwa 0,05 V, d. h. sie war ffir die sensible l~eizung weir unterschwellig und lag mit Sicherheit im Gebiet der Initialkapazitgt (vgl. GILDEMV, ISTE~4).
Als Elektrodenmaterial wurde Kohle benutzt. ROSE~DAL 11 hat auf Grund experimenteller Prfifungen die hervorragende Eignung dieses S~offgs fiir elektrophysiologische Messungen betont. Mit der uns zur Verffigung stehenden Bogenla.mpenkohle konnten diese gfinstigen Ergebnisse nicht im vollen Umfang reproduziert werden. Fiir Gleichstrommessungen war sie wegen der hohen Eigenspannung und wegen der groBen Polarisierbarkeit vSllig unbrauchbar. Auch fiir niederfrequente WechselstrSme erwies sie sich als ungeeignet, wghrend sie fiir Frequenzen zwischen 100 und 3200 per/sec durchaus mit der platinierten Silberelektrode konkurrieren konnte. Da die vorliegenden Messungen nur dieses Gebiet umfassen, war fill' sie die Bogenlampenkohle wegen ihrer Unseh~dliehkeit und ihrer bequemen VerarbeitungsmSgliehkeit ein ausgezeichnetes Elektrodenm~terial. Die differenten Elektroden wurden stets mit 0,2 %, die indifferenten mit 1% Koch-salzl6sung angefeuchtet.
Zur statistischen Auswertung wurde das arithmetische Mittel (M), die Streuung (s) und der mittlere Fehler (m) in der iiblichen Weise berechnet.
II. Ergebnisse. A. Messungen am lebenden
Menschen. 1. Der Wechselstromwiderstand der Unterarmhaut. a) Methodik. Die di//erent~ Elektrode bildete ein 30 mm langes Stfick Bogenlampenkohle mit einem Durchmesser yon 28 mm. Die Kontaktflgehe (6,2 cm 2) trug eine Bohrung, die mit einem Brei aus Kohlepulver und KochsalzlSsung gefiillt und mit Leinewand verschlossen wurde. Nebgn einer Senkung der Polarisierbarkeit erreichten wir so eine konstante Durchfeuehtung der Kontaktflgche. Der Strom wurde dem oberen Ende der Koh]e durch einen Messingring zugeffihrt. Abb. 1 zeigt die Anordnung im Schnitt. Ein Gummiband driiekte die Elektrode leicht gegen die Volarseite des reohten Unterarmes zwischen mittlerem und unterem Drittel. Die ttaut wurde vor der Messung nioht besonders gereinigt.
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An 60 gesunden Versuchspersonen wurden die Strahlungstemperaturen von bestimmten Hautbereichen an Rücken, Unterarm und Fußsohle gemessen und zu den am gleichen Ort ermittelten Kontakttemperaturen in Beziehung gesetzt. Als Strahlungsmesser diente einmal ein von uns modifiziertes, thermoelektrisches G