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Über die Abhängigkeit der Temperaturstrahlung der lebenden menschlichen Haut von der Durchblutung

✍ Scribed by W. Gärtner; K. Ling; H. Göpfert


Publisher
Springer
Year
1964
Tongue
English
Weight
458 KB
Volume
280
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Unter Variation des Temperamrgradienten in der Haut, teils durch äußere Abkühlung und Wiederaufwärmung, teils durch Drosselung der Durchblutung, wurden Strahlungs-und Kontakttemperaturen der Hautoberfläche fortlaufend beobachtet und zusammen mit der Durchblutungskurve (Fhivograph nach H]~NSEL) registriert. Die Strahlung wurde nach dem thermoelektrischen Prinzip gemessen unter Kontrolle eines schwarzen Hohlraumstrahlers, die Kontakttemperaturen miß sehr dünnen drahtförmigen Thermoelementen. Für die Versuche hatten sich 10 junge Studenten zu Verfügung gestellt. Einfache Drosselungsversuehe erfolgten durch Absehnürung des Oberarmes mit Riva-Roeei-Manschette. Bei den Abkühlungsversuchen wurde der arteriell gedrosselte Unterarm kurze Zeit in Eiswasser gebracht, worauf dann --zunächst in weiter gestautem Zustande --nach sorgfältiger Trock_nung und teilweiser Aufwärmung die fortlaufende Registrierung einsetzte. Im Laufe dieser Aufnahmen wurde die Stauung freigegeben und bis zur Ausbildung thermischen Gleiehgewichtes weiterregistriert.

Alle Aufzeichnungen ergaben, daß die fast immer vorhandenen Unterschiede zwischen Strahlungs-und Kontakttemperatur der Haut sich mit der Durchblutung ändern; arteriel]e Drosselung vergrößert diese Unterschiede, verstärkte Durchblutung vermindert sie. Am engsten näherten sich die Kurven in der reaktiven Phase nach Lösen einer Durchblutungssperre; in Einzelfällen fielen an der abgekühlten Haut die beiden Temperaturwerte dann sogar zusammen. Nach Abkühlung der Haut waren die Temperaturunterschiede stets geringer, was aber in der Strahlungsmeßteehnik begründet liegt. Die Strahlungszahlen waren bei totaler Durchblutungssperre fast gleich, z.B. bei 26 ° 0 wurde e zu 0,933, bei 32,5 ° 0 zu 0,934 errechnet. In der reaktiven Phase stieg e auf 0,970 an, so daß der Bereich der Strahlungszahlen je nach der Durchblutung zwischen 0,93 und 0,97 lag.

Die Befunde können nur so gedeutet werden, daß die in der Haut am meisten peripher gelegenen Gefäße die Temperaturstrahlung beeinflussen. Auf die Mitteilungen von BAZETT, der im Bereich der Haut einen nach außen wieder ansteigenden Temperaturgradienten mit Ausbildung eines peripheren Maximums feststellte, wird in diesem Zusammenhang verwiesen.

Vergleichende U n t e r s u c h u n g e n über Strahlungs-u n d K o n t a k tt e m p e r a t u r e n der menschlichen tIautoberfläehe bei Ä n d e r u n g der Durchb l u t u n g h a b e n bisher nicht zu klaren R e s u l t a t e n geführt, l~eeht erhebliehe Temperaturuntersehiede bis zu 1,5 ° C, die CH~ISTIANS]~N U. LA~S]~N 4


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