Thermolyse silylierter Tetrazole
✍ Scribed by Birkofer, Leonhard ;Ritter, Alfred ;Richter, Paul
- Book ID
- 101811083
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 469 KB
- Volume
- 96
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Aus dem Institut Nr Organische Chemie der UniversitHt Kaln (Emgegangen am 1. April 1963) Silylierte Tetrazole sind thermolabil. 1-Trimethylsilyl-tetrazol (I) liefert unter Abspaltung von Stickstoff N.N'-Bis-trimethylsilylcarbodiimid und polymeres Cyanamid. 2-Trimethylsilyl-5-phenyl-tetrazol (VII) wird thermisch in 1-[Bistrimethylsilyl-amino]-3.5-diphenyl-l.2.4-triazol gespalten, wobei das als Zwischenprodukt auftretende C-Phenyl-N-trimethylsilyl-nitrili~n abgefangen werden kann.l-Trimethylsilyl-5-trimethylsilylamino-tetr~l (XVIII) erleidet Thermolyse unter Bildung von Trimethylsilyl-azid, N.N'-Bis-trimethylsilyl-carbodiimid und polymerem Cyanamid. -Der mutmaDliche Reaktionsverlauf wird diskutiert. Im Zuge unse.rer Untersuchungen iiber silylierte Heterocyclen fanden wir, daD silylierte Tetrazole in unerwartetem MaDe thermolabil sind. Setzt man Tetrazol mit siedendem Hexamethyl-disilazan, (CH3)3SiNHSi(CH3)3, unter den gleichen Bedingungen wie z. B. Imidazol oder 1.2.4-Triazol*) urn, so wird Stickstoff entbunden. Es konnte nicht das erwartete N-Trimethylsilyl-tetrazol (I), sondern neben der aquimolaren Menge Stickstoff N.N'-Bis-trimethyLsilyl-carbodihid 0 3 ) als Reaktionsprodukt gefal3t werden. Da bekanntlich alkylierte bzw. arylierte Tetrazole thennischen Zerfall erleideno, ist anzunehmen, daD I primiir entsteht. Tatsachlich konnten wir I durch Silylieren von Tetrazol mit Trimethylchlonilan in Gegenwart von Triathylamin bei 10" darstellen; beim Erhitzen auf 135-140' tritt Thermolyse ein: es werden 90% des berechneten Stickstoffvolumens sowie N.N'-Bistrimethylsilyl-carbodiirnid (V) und zusatzlich polymeres Cyanamid (VI) erhalten. Tetrazol selbst wird unter den gleichen Reaktionsbedingungen nicht veriindert. Die Spaltung von I erinnert an den Befund von R. STOLL~~ und F. HENKE-STARK~), wonach 1-Phenyl-tetrazol in siedender 10-proz. Natronlauge in Stickstoff und N-Phenyl-cyanamid zerfiillt. Bei der Thermolyse von I wird wahrscheinlich unter Sprengung des Tetramlringes zuntichst Stickstoff abgespalten. Das hierbei auftretende Bruchstuck 11 kann unter Wasserstoffwanderung in Mono-N-trimethylsilyl-carbodiimid @I) oder Monotrimethylsilyl-cyanamid (IV) ubergehen, die sich zu V und VI umlagem.
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