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Stereoselektive Synthese von (11Z)-Retinal und -Analoga

✍ Scribed by Jun'ichi Uenishi; Reiko Kawahama; Osamu Yonemitsu; Akimori Wada; Masayoshi Ito


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1998
Tongue
English
Weight
78 KB
Volume
110
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Retinal ist ein Schlüsselchromophor des Sehsystems in der Netzhaut. Mit Opsin, einem Apoprotein, bildet es Rhodopsin, [1] das durch Photonen in einen angeregten Zustand angehoben wird. Dadurch wird über eine Enzymkaskade ein Bleichprozeû induziert und so das Signal über Synapsen an das Gehirn geleitet und das Sehen ermöglicht. [2] Obwohl bereits ein Teil des Mechanismus aufgeklärt wurde, gibt es noch viele ungeklärte Wechselwirkungen bei den Sehpigmenten; insbesondere die Funktionsweise der Farberkennung muû noch geklärt werden. Für die Untersuchung dieser Mechanismen sind reines (11Z)-Retinal und dessen Analoga erforderlich. [3] Die stereoselektive Synthese von reinen (11Z)-Retinalen ist problematisch, denn sie sind gegenüber Licht, Wärme, Säuren und Basen instabil, wodurch Isomerisierung, Kondensation oder Polymersiation gefördert werden. Mehrere Synthesen von (11Z)-Retinal und dessen Analoga sind bekannt, wenngleich bei allen die Stereoisomere im Verlauf der Synthese getrennt werden müssen, [3] da es bislang keine geeignete Methode zur Kontrolle der (Z)-Alkenyleinheit an der C11-Position im konjugierten Pentaen-System gab.

Aufbauend auf unserer erfolgreichen Synthese konjugierter Polyene mit einer (Z)-Alkenylkomponente, [4] erschien uns (11Z)-Retinal als naheliegendes Ziel für unsere Polyensynthese. Zudem sollte diese Methode es ermöglichen, zahlreiche Derivate des (11Z)-Retinals in stereochemisch reiner Form zu synthetisieren. Hier beschreiben wir die erste vollständig stereoselektive Synthese von (11Z)-Retinal 1 und dessen Analoga 2 und 3.


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