Darstellung und Eigenschaften der Alkinylphenole 3af werden beschrieben. Ihre Dehydrierung ergibt die entsprechenden Phenoxyle 4, die ESR-spektroskopisch untersucht wurden. Es zeigt sich, daR an den acetylenischen Kohlenstoffatomen endliche freie Spindichten auftreten. Daher kannen an diesen Atomen
Spindichteverteilung in Radikalen, III1). Die Beteiligung von Phenylresten an der Aroxylmesomerie
✍ Scribed by Rieker, Anton ;Scheffler, Klaus
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1965
- Weight
- 683 KB
- Volume
- 689
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Eingegangen am 20. April 1965 Aus ESR-Untersuchungen an 15 verschiedenartig substituierten 2.6-Di-tert.-butyl-4-phenylphenoxylen, deren Synthese beschrieben wird, mu8 fur die 4-Phenylgruppe eine der tert.-Butylgruppe ahnliche Substituentenwirkung auf das Aroxylringsystem angenommen werden. Die Summe der freien Spindichtenwerte im 4-Phenylring wird zu etwa -+ 7 % abgeschatzt. Dabei sind die Kopplungsparameter der Protonen an den C-Atomen 3, 5, 2', 4' und 6' bei ein und derselben Verbindung innerhalb der MeBgenauigkeit identisch. Verschiedenartige Substitution des 4-Phenylringes [Br, C&, CH3, C(CH3)3, OCH3] andert diese Symmetrie nur unwesentlich. Systernatische ESR-Untersuchungen an ,,stabilen Sauerstoffradikalen"2) zeigen, daI3 die Existenz solcher Verbindungen im wesentlichen in der Moglichkeit zur vollstandigen Delokalisierung des freien Elektrons begriindet liegt. Die radikalstabilisierende Wirkung raumlich ausgedehnter Substituenten [z. B. im 2.4.6-Tri-tert.butyl-phenoxyl3) (111 sollte dann vornehmlich darin bestehen, eine Dimerisierung oder die Annaherung des Radikals an andere Partner zur Aufnahme des zum diamagnetischen aromatischen Zustand noch fehlenden Elektrons4) zu verhindern, das Aroxyl-System also sterisch abzuschirmen. Eine andere Deutung5a,bl sieht ,die Stabilisierungsrolle der Substituenten mehr in ihrer mesomeren Wirkung * *). Als Beweis dieser Vorstellungen wurde die Existenz des 2.4.6-Triphenyl-phenoxyls (2) gewertet, das sich in chernischer Hinsicht allerdings mehr wie ein lokalisiertes ,,Sauerstoffradikal" verhalt 5a,b). Einen Hinweis fur die ,,betrachtliche Spindichte am Sauerstoff " von 2 sehen Dimroth und Mitarbeiter5C) in der GroBe des Kopplungsparameters a17-0 = 9.7 G irn [170]-2.4.6-*) Herrn Professor Eugen Miiller zum 60. Geburtstag in Dankbarkeit gewidmet.
* *) uber die ,,innere Mesomerie"2) des eigentlichen Aroxylkerns wird dabei nichts ausgesagt.
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An 2.6-Di-tert.-butyl-phenoxylen (1 a-7a und 10a-12a) mit 4-standigem, Kern-gebundenem Stickstoff wird gezeigt, daO das ,,odd"-Elektron am N-Atom eine endliche Spindichte besitzt. Sind an den Stickstoff geeignete Reste (X, Y ) gebunden, dann laOt sich eine freie Spindichte auch in X und Y nachweisen
## Abstract Base‐catalysed addition of phenylacetonitrile to 1‐methyl‐3‐cyano‐1, 6‐dihydropyridine (II) is shown to give α‐[1‐methyl‐3‐cyano‐1.4.5.6‐tetrahydro‐pyridyl‐(4)]‐phenylacetonitrile (VI). The structure of VI has been proved by its reduction to the saturated dicyano compound VIII, which ha