Spindichteverteilung in freien Radikalen, V. Die Teilnahme desp-ständigen Stickstoffatoms an der Phenoxyl-Mesomerie
✍ Scribed by Rieker, Anton ;Scheffler, Klaus ;Mayer, Rudi ;Narr, Berthold ;Müller, Eugen
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1966
- Weight
- 431 KB
- Volume
- 693
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
An 2.6-Di-tert.-butyl-phenoxylen (1 a-7a und 10a-12a) mit 4-standigem, Kern-gebundenem Stickstoff wird gezeigt, daO das ,,odd"-Elektron am N-Atom eine endliche Spindichte besitzt. Sind an den Stickstoff geeignete Reste (X, Y ) gebunden, dann laOt sich eine freie Spindichte auch in X und Y nachweisen. Im Falle der 4-Dialkyl-aminobzw. 4-Diaryl-amino-2.6-ditert.-butyl-phenoxyle wird die freie Spindichte an den mera-Ringkohlenstoffatomen sehr klein. Dies kann durch die Annahme einer starkeren Lokalisierung des freien Elektrons am N-Atom (Betain-Struktur) gedeutet werden. In der vorhergehenden Mitteilungl) wurde uber Versuche zum Nachweis einer Wechselwirkung des freien Elektrons mit organischen Resten berichtet, die durch eine 0-Briicke mit dem Phenoxyl-Kern verknupft sind (A). Im Falle der entsprechenden Stickstoffverbindungen (B) gestaltet sich die Untersuchung einfacher, da das A B Atom 14N (99.6 % naturliche Haufigkeit) einen Kernspin I = 1 und ein Verhaltnis pI/pK = +0.40357 besitzt, also bei einer Kopplung mit dem freien Elektron eine zudtzliche Aufspaltung der Hyperfeinstruktur (HFS) des ESR-Spektrums verursachen mu8. Zur Priifung dieser Aussage untersuchten wir mehrere Phenoxyle mit p-standiger N-Briicke 2) ESR-spektrometrisch. 1) IV. Mitteilung: A. Rieker, Z. Naturforsch., im Druck. 2 ) Mesomere Stickstoffradikale vom Arazyl-Typ (1) sowie vom Ketenimid-Typ (11) haben wir bereits friiher beschrieben: 2a) E. Miiller, A .