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Mikrobielle Werkstoffzerstörung – Schadensfälle und Gegenmaßnahmen: Allgemeine Schutzmaßnahmen vor biogener Materialzerstörung

✍ Scribed by Dr. Holger Brill


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
German
Weight
515 KB
Volume
45
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Viele Werkstoffe werden von Mikroorganismen negativ verändert oder sogar zerstört. Bei den Fällen, in denen die biogenen Schadensursachen bekannt sind, können Schutzmaßnahmen gezielt eingesetzt werden. Diese vorbeugenden Maßnahmen können in Abhängigkeit vom vorliegenden Material konstruktiver, physikalischer oder chemischer Natur sein, wobei häufig alle drei Verfahren in Kombination eingesetzt werden.

Konstruktive Schutzverfahren sind im Bereich „Gebäude”︁ anzutreffen. Als Beispiele seien die Wasserableitung an Fenstern und die Luftführung in Gebäuden genannt, um insbesondere Schimmelpilzbefall zu vermeiden. Auch die Beschichtung von Oberflächen durch das Aufbringen festhaftender Schichten oder durch Hydrophobierung kann z. B. bei Holz und Metallen den Angriff von Mikroorganismen verhindern.

Ebenfalls im Bautenschutz werden physikalische Verfahren eingesetzt. Es sind dieses neben dem Wärmeschutz des Bauteiles, der besonders an Wärmebrücken gering ist, auch das Sorptionsverhalten der Oberflächen und die Wärmeübergangskoeffizienten an den Oberflächen, die die Wachstumsbedingungen für Mikroorganismen beeinflussen. Besonders negativ wirken sich Materialien mit hoher Sorptionsfähigkeit auf schlecht gedämmten Bauteilen aus.

Als chemische Schutzmaßnahmen dienen der Einsatz von Konservierungsmitteln und Mittel zur mikrobistatischen Ausrüstung sowie Imprägnierungsmittel. Angewendet werden diese Verfahren u. a. in der Farben‐, Papier‐ und Holzindustrie. Darüber hinaus kann die Rohstoffauswahl wie die Verwendung von „verrottungsfesten”︁ Materialien bei Textilien und Kunststoffen die biologische Abbaubarkeit durch Mikroorganismen reduzieren und damit die Haltbarkeit verlängern. Nicht zuletzt ist in den meisten Produktionsstätten eine gute Produktionshygiene als begleitende Schutzmaßnahme zwingend erforderlich.


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