## Abstract Grundsätzlich sind alle Gruppen von Mikroorganismen, also Bakterien (und Cyanobakterien), Algen, Pilze und Flechten, in der Lage, durch Ausscheidung von Stoffwechselzwischen‐ und Endprodukten oder auf enzymatischem Wege Werkstoffe anzugreifen und zu schädigen. Je nach Nutzung eines Werk
Mikrobielle Werkstoffzerstörung – Grundlagen: Mathematische Modellierung von Zerstörungsmechanismen
✍ Scribed by Prof. Dr. R. Schmidt
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1994
- Tongue
- German
- Weight
- 564 KB
- Volume
- 45
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Die moderne Entwicklung der Werkstoffwissenschaft bedingt einen Wandel in den Methoden und Strategien. Es wird angestrebt, die an und im Festkörper ablaufenden Reaktionen in Form von Modellen zu beschreiben. Gegenwärtig gelingt es aber nur, aus experimentellen Untersuchungen mathematische Zusammenhänge abzuleiten, womit eine Vorhersage des Werkstoffverhaltens mit theoretischen Mitteln nicht gelingt.
Ausgehend von den drei Erkenntnisstufen zur Beschreibung des Werkstoffverhaltens, den Faustregeln, einer Auswertung von Experimenten mit statistischen Methoden, hierzu gehören auch reaktionskinetische Modellansätze, und der Entwicklung physikalischer Modelle, u.a. Monte‐Carlo‐Simulationen, werden diese insbesondere für die „Vorstufe”︁ der biokorrosiven Schädigung vorgestellt, der Biofilmbildng. Nur physikalische Modelle ermöglichen die „Voraussage”︁ von Reaktionsabläufen, wobei infolge der Unkenntnis der Verteilungen für die wirkenden Energien und deren möglichen Fluktuationen eine vom Experiment getrennte Voraussage nicht möglich ist.
In einem Überblick wird darüber hinaus auch auf die Beschreibung von Korrosionsreaktionen und das Rißwachstum eingegangen. Ein generelles Problem, insbesondere im Zusammenhang mit biologischen Reaktionsabläufen, stellt die nicht fachgrenzenübergreifende Ausbildung von Naturwissenschaftlern and Ingenieuren dar.
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