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Ein Abbau der Aceton-l-ascorbinsäure

✍ Scribed by T. Reichstein; A. Grüssner; W. Bosshard


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1935
Tongue
German
Weight
431 KB
Volume
18
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Der nachfolgend beschriebene Abbau der Aceton-l-ascorbinsaure (VI) wurde in einer Zeit durchgefurt, als uber die genaue Lage des Anhydro-Ringes in der Ascorbinsaure (I) noch keine vollige Klarheit herrschte. Wenn dieses Strukturdetail inzmischen von anderer Seite mit weitgehender Sicherheit aufgeklart wurdel), so glauben wir, dass unsere Ergebnisse noch Interesse genug besitzen, um sie bekannt zu geben. Die Struktur des Kohlenstoffgeriistes der Ascorbinsaure wurde schon vor Aufstellung der richtigen Formel (I) fur den Horper erkannt. So durch Kombination der Resultate des oxydativen Abbaus, der zu OxalsSlure und I-Threonsaure fuhrt, sowie der Zersetzung mit heisser Mineralsaure, die Furfurol liefert. Die Richtigkeit liess sich durch Synthese beweisen. Anders liegt es rnit der Stellung der Anhydrobriicke, deren Lage natiirlich nicht synthetisch, sondern nur durch Abbau bewiesen werden kann.

Dass die Ascorbinsaure einen Anhydro-Ring enthalt, wurde zuerst von ZicheeZ und ICmft2) bewiesen, seine Lage aber noch falsch angegeben. Dafur, dass es sich um einen Lactonring handelt, das eine Ende der Sauerstoffbrucke also am C-Atom Sr. 1 angreift, sprach zuniichst die Mitteilung von Hirst3), dass dss primare Oxydationsprodukt (V), dessen Zusammensetzung schon rorher Karrer, Xalomon, Morf und Schiipp 4, zu C,H,OG angaben, ein Rentralkorper von Lactoneigenschaften ist. Mehr Schwierigkeiten bot die Bestimmung der Spannweite des Laetonringes, wobei am sterischen Grdnden wohl kaum ein anderes als ein y-oder &Lacton in Frage &am. Dies wurde von Hirst, Percival und Smith5) durch Abbsu der vollig methylierten Aseorbinsaure (11) zu einem I-Threonsaure-dimethyliither entschieden. Mnssgebend war die Konstitutionsnufklarung des letzteren. Aus einem y-Lacton musste die Saure (111), aus einem &Lacton die SBure (IV) entstehen, d s die freie Osygrnppe die Lage der urspriinglichen Lactonbrucke angibt. Da das Amid der erhaltenen Siiure mit Hypochlorit Nstriumcyanat lieferte (Weemfin-Reaktion l ) Cox, Hzrst, Reynolds, Nature 130, 858 (1932).


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