𝔖 Bobbio Scriptorium
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Die Überführung der Steinkohle in lösliche Stoffe durch Ozon

✍ Scribed by Fischer, Franz


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1916
Weight
160 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
0365-9631

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Beim Uberleiten von Ozon uber westfalische Steinkohle (Fettkohle der Zeche Osterfeld, Floz Albert, 585 m Teufe, 1.9 O / O Asche und 78 ' l o Koksausbeute) bemerkte ich, da13 bei Zimmertemperatur die Oberflache der Kohle einen ganz schwach braunlichen Anflug bekarn. Nach rnehreren Stunden wurde der Versuch unterbrochen. Nachdem der Geruch des Ozons verflogen war, roch die Kohle eigenartig a n Caramel erinnernd: I n k a l t e m , d e s t i l l i e r t e m W a s s e r l o s t e s i c h d e r b r a u n l i c h e B e l a g d e r O b e r f l a c h e rnit t i e f b r a u n e r F a r b e auf. Die Losung reagierte sauer. Wurde die ozonisierte Kohle in Natriurncarbonatliisung gebracht, so trat beim Erwarmen Gasentwicklung auf, und es entstand eine noch dunklereLiisung als bei Anwendung von destilliertem Wasser ').

Nach der wohl richtigen Ansicht von B l i r g e s s und W h e e l e r 2 ) besteht die Steinkohle aus zwei, beziiglich der Herkunft prinzipiell verschiedenen Bestandteilen. Als der eine gilt ihnen das Umwandlungsprodukt der fruheren Cellulose und Ligninsubstanzen, welche bei der Kohlendestillation Methan und Wasserstoff liefern. :Der andere Bestandteil, der durch mehr oder weniger weitgehende Zersetzung der fruheren Harz-und Gummiarten entstanden sein soll, und nach meiner Meinung auch die Umwandlungsprodukte der friiheren Wachse und Fette enthalt, ist bei der Kohlendestillation der eigentliche Teerbildner. Diese zweite Substanz ist aber bei den Steinkohlen, wie man aus der Extrahierbarkeit schlielien kano, der bei weitem geringere Bestandteil und diirfte im allgemeinen h i i c h s t e n s ' / l o je nach dem Charakter der Kohle ausmachen. Der Hauptbestandteil der Steinkohle aber ist das Umwandlungsprodukt der fruheren Cellulose, die andere Substanz ge-aissermaBen nur ein Verkittungsmittel.

Es war deshalb fur die Bedeutung des I%-asserliislichwerdens der Steinkohle sehr wesentlich, daIj festgestellt wurde, ob die Kohle durch Ozonbehandlung in der Hauptmasse loslich wird, oder ob nur einige Prozente davon in Liisung gehen. Im letzteren Falle hltte man denken kiinnen, daI3 es sich nur um Veranderungsprodukte von Teilen der oben erwahnten zweiten Substanz handelt, so wie ja auch die *) Kontrollversuche mit unbehandelter Kohle ergaben keioerlei gefarbte


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