Die Umsetzung von Fructose und Sorbose mit Ammoniak und Aminen
✍ Scribed by Heyns, Kurt ;Eichstedt, Rolf ;Meinecke, Karl-Heinz
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1955
- Tongue
- English
- Weight
- 382 KB
- Volume
- 88
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Der Entetehung von D-Glucosctmin aus Fructose und Ammoniak analog werden mit aliphatischen Aminen entsprechende N-substituierte Glucosamin-Derivate iiber eine Amadori-Aige Umlagerung der N-Alkylfructosylamine erhalten, die bei den N-Arylfructosylaminen eusbleibt. L-Sorbose liefert abweichend davon nur die Naubstituierten Sorboeylaminderivate, die offenbar in Abhiingigkeit von dem etabileren Pymnosering hier keine spontene Umlagerung erfehren. Auch die Umsetzung mit Ammoniak zu den entsprechenden Aminmuckern verkuft hier weniger glatt.
Nachdem wir vor kurzem zeigen konnten, daB aus Fructose und Ammoniak uber primiire Addition und weiteren Reaktionsweg nach Art einer Amadori-Umlagerung D-Glucosamin entsteht l), lag es nahe, das Reaktionsvermogen von Ammoniakderivaten, insbesondere von Aminen, mit anderen Ketozuckern sowie einfacheren Ketoalkoholen systematisch zu untersuchen.
In ihrem Verhalten gegeniiber Ammoniak, aliphatischen und aromatischen Aminen untersoheiden sich nach unseren Erfahrungen die Aldohexosen in offensichtlich c h dteristischer Weise von den Ketohexosen. Von den Aldohexosen ist bekannt, daB sie mit aromatischen Aminen de6nierte Glykosylverbindungen bilden. Die aliphatisch substituierten Glumsylamine werden rasch hydmlysiert*), wiihrend die mit ammatischen hsten substituierten Glykosyhminverbindungen leioht e@e Amadori-UmlagerUng erfehren. Die Umlagerung eines aliphatisch substituierten Glucosylamins unter der Einwirkung von Oxalsiiure in Methanol wurde kiirzlich von B. Helferich und A. Porck') berichtet. Dae mit Ammoniak erhiiltliche Glucosylamin liiDt sich nicht mehr direkt umlagern. Die Ketosen verhalten sich gegeniiber Ammoniak und Aminen geradezu entgegengesetzt wie die Aldosen. Bisher waren nur die untersucht und dabei die enteprechenden Fructosylamine zumeist in geringen Ausbeuten erhalten worden'). Von den N-Aryl-D-fructosylaminen wiire in Analogie zu den entsprechenden N -Glucoeyl-aminylderivaten eine Amadori-analoge Umlagerung eu 2-N-substituierten 2-hXY-D-glUC-&en zu erwarkn. I: Eine derartige Umlagerung ist aber bisher nicht beobachtet wor-=: Rc;H,. m, den. Es war daher t i b e m h e n d , daB bei Einwirkung von Ammoniak auf ~-E'ructose Glucoeemin entstehtl). Durch Umsetzung von Fructose mit aliphatischen Aminen wie Butylamin und Benzylamin gelang es uns, N,N'-Dibutyl-2-amino-2-desoxy-~-glucosylamin (I) bzw. ~,~'-Dibenzyl-2-amino-2-desoxy-~-glucosy~-amin (11) zu iso-
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