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Die neuere Entwicklung der Lebensmittelchemie. (4. Bericht.)

✍ Scribed by Priv.-Doz. Dr. Kurt Täufel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1930
Tongue
English
Weight
598 KB
Volume
43
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Fortsetzung aus Heft 7, S. 149.

2. K o h l e h y d r a t e .

Es liegt aufierhalb Ides Rahmens dieser Aibeit, auf dio erfolg-und aufschlui3reichen Untersuchungen der letzten Jahre uber Kohlehydrate naher einzugehen, die man insbesondere amerikanischen, deutschen und englischen Forschern verdankt, und wodurch die Vorstellungen uber Aufbu, Verhalten und Synthese wescntlich gefordert worden sind51). Hier interessieren vor alleni jene Fragen, die die Lebensmittelchemie unmittelbar beruhren. Dab& stehen einnial die analytischen Eigenschaften dieser Stoffe im Vordergrund, wie sie z. B. fur die differenzierende Analyse grundlegend sind. Auf der anderen Seite mufi der Lebensmittelchemiker an den Vorstellungen uber den Kohlehydratstoffwechsel le~bliaften Anteil nehnien; wepden dooh rund awei Drittel des Energiebedarfes des Organismus dadurch gedeckt.

J. T i 11 ni a n s 53) und seine Mitarbeiter fanden gelegentlich von Untersuchungen uber das Saure-Lauge-Bindungsvermogen der verschiedenen Proteintypen im Roggenmehl ein bisher unbekanntes Kohlehydrat. Weizenmehl i3t davon frei, bzw. es enthalt nur Spuren; ini Maismehl, Reismehl, Haferniehl, Gerstenrnehl usw. ist es nicht enthalten. Auf Grund der Zusammensetzung sowio des Verhaltens macht es J. T i 11 m a n s wahrscheinlich, da5 dieses neue Kohlehydrat, uber dessen Existenz in der Literatur bisher nur Andeutungen vorliegen, ein Trifructosrin von der Forniel C18H30015 darstellt. Es findet sich im Roggenmehl in einer Menge von etwa 1% und lafit sich analytisch in relativ einfacher Reaktion erkennen. Damit ist ein exaktes Verfahren zur Unterscheidung dieser beiden wichtigen Mehlsorten gegeben, das daruber hinaus auch den Nachweis von Versrhnitten bis zu einem Zusatz von etwa 10% Roggenzu Weizenmehl gestattet. Der von den Autoren in Aussicht gestellte quantitative Ausbau des Verfahrens wird weitere Miglichkeiten eroffnen (U n t e r s c h e i d u n g v o n R o g g e n -u n d W e i z e n g e b a c k ) , so da5 die bisher ublichen, vielfnch grofie Erfahmngen voraussetzenden und mitunter recht unzulanglichen Methoden (insbesondere mikroskopische) mit Vorteil dadurch ersetzt werden konnen. In diesem Zusammenhange ist noch eine andere verwandte Frage zu erortern, bei der ebenfalls die rein analytische Betrachtung vorwiirtsgehollen hat. Es handelt sich urn die fur die Lebensmittelkontrolle so wichtige U n t e r s c h e i d u n g v o n O b s t -u n d T r a u b o n w e i n sowie um den Nachweis von Verschnitten dieser beiden Weinsorten. Die bisher ausgearbeiteten botanisch-mikroskopischen sowie die optischen Methoden5') haben die an sie gekniipften Erwartungen nicht erfullt. Auch die bekannten chemischen Verf a h r e P ) , 'die sich vor allem auf Reaktionen sdes Gerbstoffes grunden, erwiesen sich als unzulanglich, und die 52) Vgl. J. L e i b o w i t z , Ztschr. angew. Chem. 39, 1143, 1240 [1926]. K. H. Me y e r , ebenda 41, 935 [1928]. H. S t a ud i n g e r , ebenda 41, 37, 67 [1929]. 53) J. T i l l m a n s , H. H o l l und L. J a r i w a l a , Ztschr. Unters. Lebensmittel 56, 26 [1928]. 54) Vgl. A. W i d i n e r und 0. E. K a 1 b e r e r , ebenda 53, 193 [1927]. 0. E. K a 1 b e r e r , ebenda 53, 208 [1927]. 5J) P. Me d i n g e r und F. Mi c h e 1, Chem.-Ztg. 42, 230


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U. a. bemerkt worden ist. Aber wie steht diese scheinbar so glanzende Ubereinstimniung von Spin-und Valenzscheinata zu dem oben nachgewiesenen Wilderspruch der Anzahlen? Diesm Widerspriicli entsteht dadurch, dnD die Vektorad'dition d e r Spins nicht ,alle Invarianten y z;ihlt, sonsdern nur die linea