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Die Erkennbarkeit der Verfälschung von Rinderfett mit Pferdefett

✍ Scribed by Langner, H. J.


Book ID
102930608
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1969
Weight
808 KB
Volume
71
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Reines Rinder-und Pferdefett und Mishungen beider wurden nach Isolierung der freien Fettsauren und Methylieren derselben gas-chromatographisch untersucht. Bestimmt wurden die Fettsauren mit 14 bis 18 C-Atomen. Besonderer Wert wurde dabei auf die quantitative Erfassung der hoher ungesattigten C,,-Sauren gelegt. Diese wurden dann zu anderen Fettsauren in Relation gesetzt und dadurch einige Kennzahlen erhalten, die es ermoglichen, Verfalsdwngen von Rinderfett mit Pferdefett zu erkennen. Als empfindliche Kennzahlen erwiesen sich dabei die Octadecenzahl und die Hexadecanzahl. Durch Ermittlung dieser Zahlen ist es moglich, die Verfalsmung eines Rinderfettes mit ca. 5 O/O Pferdefett eindeutig festzustellen.

Detection of Adulteration of Beef Fat with Horse Fat

Fatty acids of pure beef fat and horse fat and their mixtures were isolated and investigated by gas chromatography after methylation. Fatty acids with 14 to 18 C-atoms were determined. Especially, stress was laid on the quantitative estimation of higher unsaturated C,, acids, and from their ratio to other fatty acids some characteristic values were obtained which permit the detection of adulteration of beef fat with horse fat. The octadecene value and hexadecane value were found to be sensitive. By determining these values it is possible to detect the adulteration of beef fat with ca. 5 0 / 0 horse fat. Im Gegensatz zu Rinder-, Schweine-und Schaffett ist Pferdefett bei T e m p e r a t u r e n u m 20" C flussig. Es zeichnet sich gegenuber den erstgenannten Fetten hinsichtlich seiner chemischen Kennzahlen, z. B. durch eine erhohte Jodzahl (45/80), aus. Schon hieran kann man erkennen, dai3 d e r G e h a l t an ungesattigten Fettsauren in diesem Fett hoher als bei den anderen tierischen Fetten sein m u & H. A. Schuette und Mitarbb.l zeigten bei ihren Untersuchungen a n Pferdefett, dad bei den ungesattigten Fettsauren im Gegensatz zum Fett vom Rind, Schwein und Schaf Linolensaure in einer Grodenordnung von 2 bis 4O/o auftritt. Zu ahnlichen Ergebnissen kamen /. Giam und Mitarb. 2. Auf Grund dieser Tatsache konnte B. Pnschke3 ein Verfahren ausarbeiten, dad den Nachweis eines Zusatzes von Pferdefett oder Fleisch zu Rind-, Schweine-und Hammelfett (Fleisch) ermoglichte. Die dabei von ihm bestimmte Kennzahl ist als .Hexabromidzahl" in die Literatur eingegangen. R. H . Dall e y 4 hat dieses Verfahren und die exaktere Bestimmung der Hexabromidzahl weiter modifiziert. Die quantitative Bestimmung der ungesattigten Fettsauren uber die Hexabromidzahl blieb aber immer mit mehr oder weniger groden Fehlern behaftet.

Spatere UV-spektrophotometrische Untersuchungen erbrachten wesentlich exaktere Angaben uber den Gehalt dieser ungesattigten Fettsauren, insbesondere der Linolensaure. So gelang es S. P. Morries und Mitarbb.5 sowie R . H . Crouse


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