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Die Aufspaltung von Racematen mit Hilfe von Molekülverbindungen

✍ Scribed by Eisenlohr, Fritz ;Meier, Gerhard


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1938
Weight
599 KB
Volume
71
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Eisenlohr, Meier. 1005

verseiften Veresterungsprodukte, die auf Grund des Anteils an Weinsiiure optisch aktiv sind, im Gegensatz zu der freien Weinsaure in den atherischen Auszug iibergegangen, was wir durch die erwahnte Einschaltung der wd3rigalkoholischen Kalilosung in den Arbeitsgang vermeiden. Damit glauben wir der tatsachlich langst erledigten ,,asymmetrischen Induktion" auch die allerletzte experimentelle Stiitze entzogen zu haben.

163. Fritz Eisenlohr und Gerhard Meier: Die Aufspaltung von

Racematen mit Hilfe von Molekiilverbindungen. [Aus d. Physikal.-chem. Abteil. d. Chem. Universitatsinstituts Konigsberg i. Pr.] (Eingegangen am 28. Yarz 1938.)

Nur in ganz wenigen Fdlen ist es bisher gelungen, die Aufspaltung eines Racemates uber eine Molekiilverbindung vorzunehmen l). Der dteste bekannte Fall, die Beniitzung des Naturstoffes Digitonin erlaubte Windausa) die Aufspaltung der racemischen sekundaren Alkohole a-Terpineol, uc.-Tetrahydro-&naphthol und Isocarvomenthol, z. T1. in die reinen Rechts-und Linksformen. iibersieht man die wenigen bekannten Fdle und scheidet man die Sondergruppe der Dia~tereomerep~) aus, die keine Bedeutung fiir die Aufspaltung besitzt, so bleibt ein einziger Fall iibrig, der nicht von komplizierten und kostspieligen Naturstoff en zum Aufbau der Molekiilverbindung Gebrauch macht. Es ist dies die aus dem racem. sek. Butylpikramid und a,@-Naphthyl-camphylamin aufgebaute Verbindung von Richard WeiB und Alfred Abeles4); mit ihrer Hilfe wurde jedoch keine Aufspaltung erzielt, sondern nur eine ganz schwache Anreicherung der Links-Romponenten, da die Molekiilverbindung nicht wieder zu zerlegen war.

Andererseits findet man im Schrifttum mancherlei Angaben, die auf weitere derartige Moglichkeiten bei geeignet gewaten Molekiilverbindungen hinzuweisen scheinen, zumal sich einfacher gebaute und damit leichter zugangliche chemische Individuen als Material bieten.

Grundsatzlich sollte ein Racemat fiir den genannten Zweck dam am besten geeignet sein, wenn die aufzuspaltenden Komponenten als Racemgemisch oder als racematische Mischkrystalle vorliegen. Andernfalls darf man erwarten, dal3 die gegenseitige Verbindungstendenz von Rechts-und Wnksform den Aufbau der Molekiilverbindung mit einer geeigneten dritten, der gewWten optisch aktiven Komponenten behindert.

Die Aufnahme der AuftauSchmelzdiagramme ermoglichte eine Orientierung iiber solche aussichtsreich erscheinenden F a e , bei denen das Aufl ) vergl. z. B. die Zusammenstellung der Faille beiLettr6, Barnbeck u. S t a u n a u , B. 69, 1594 [1936].

8 ) W i n d a u s , K l a n h a r d t u. Weinhold, Ztschr. physiol. Chem. 126, 300 u. 308 [1923].


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