𝔖 Bobbio Scriptorium
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Die Anwendung von Arsinoxyden bei der Syphilis

✍ Scribed by A. Pillokat


Publisher
Springer-Verlag
Year
1947
Tongue
English
Weight
194 KB
Volume
186
Category
Article
ISSN
0340-3696

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✦ Synopsis


Die fiuf3erst ]esenswerte Arbeit des Paduaer Dermatologen T R v ~I in tier ersten Nachkriegsnummer des Archivs Ifir Dermatologie und Syphilis fiber die ,,Intoleranz und Wirkung der Arsenobenzole bei der Syphilis" gibt mir Veranlassung, zu einer der yon ihm aufgeworfenen l~ragen Stellung zu nehmen bzw. einen Beitrag zu leisten. TRUF~I sprieht unter anderem die Vermutung aus, dal] es sieh beim ,Salva.rsan am Oxydationsvorgfi.nge im Organismus handelg, die die Verbindung erst zur Entfaltung ihrer therapeu[isehen Wirkung bringt". Schon E~mLxc~ konnte nachweisen, dab die Arsinoxyde bei "der Kaninchensyphilis nahezn den gleieheu thera~oeutischen Index wie die entspreehenden Arsenobenzole bzw. Arsinsguren haben. Trypanosomen konnten noch in einer Verdfinnung yon 1 zu 10 Mitlionen im Re~gensglas ab-get6tet werden. Es sei auch daran erinnert, dal] Arsinoxyd aus Salvarsun bereits bei Luftzutritt entsteht und etwa 20ram giftiger als dieses ist. Die Anwendung in. der Humanmedizin wurde desha]b fiir zu gefahrroll gehalten. Aueh Β£merikanisehe Autoren haben angenommen, dub sowohl die Arsenobenzole wie aueh die Arsins/~uren (Stovarsol, Spirozid u. a.) im Organismus erst wirksam werden, wenn sich aus ihnen durch Oxydation bzw. Redukbion die entspreehenden Arsinoxyde gebildet haben. 1932 beriehteben TAT~I und CooP]~ fiber die tierexperimen~elle Prfifnng des EH~IacEsehen m-A-m.ino-p-oxyphenylarsinoxyds bei der Kaninehensyphilis, wobei sie dieses Arsinoxyd yon allen geprfiften antisyphilitisehen Mitte]~ am wirksamsten fanden. In den letzten Vorkriegsjahren konnten Versuehe yon L]~VADITI und Mitarbeitern mit Wahrscheinliehkeit zeigen, dal] bei versehiedenen therapeutisehen Verbindungen des fiinfwertigen Arsens (Arsins/~uren, Atoxyl) der I-Ieileffekt dureh das entsprechende Arsinoxyd Zustande kommt. Neben der groBen Toxizit/~t verhinderte in erster Linie die schwere Wasserl6sliehkeit die therapeutisehe Anwendung der reinen Arsinoxyde.

Das schwierige Problem besSand i n der Auffindung einer Substanz, die den Arsinoxyden ihre Toxizitgt nahm und ihnen "die volle spiroehgzide Wirksamkeit lieB. Bei der Suehe naeh entgiftenden Substanzen stieB man auf das in jedem Organismus vorkommende Glutathion, das ftir den Ablauf,eines normalen Stoffweehsels unentbehrlieh ist, Infek~e 24*


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