Der Kalium-Calcium-Stoffwechsel bei der Perniosis
✍ Scribed by W. Schneider; H. Erasmy
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1947
- Tongue
- English
- Weight
- 450 KB
- Volume
- 186
- Category
- Article
- ISSN
- 0340-3696
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✦ Synopsis
In einer friiheren Arbeit la wurde die ]~olle der Konstitution ftir die Pathogenese der Perniosis am Beispiel des vegetativ-endokrin gesteuerten I(ohlehydratstoffwechsels beleuchtet. Es konnte gezeigt werden, dab Gef~Breaktion (physikMische W~rmeregulation) und Stoffwechselreaktion (ehemische W.R.) beim Gesunden miteinander gek.oppelt sind und 4aB umgekehrt bei der Perniosis es nicht allein die Gef/ige and Follikel sind, die auf K~ltereiz und, Adrenalin nicht mehr richtig ansprechen, sondern dab bier auch die K/~lte-und die Adrenaling]yk~mi e (chemische W.~.) ausbleiben oder anders verlaufen Ms beim Gesunden. Die flaehen bzw. plateauartigen AdrenMin-Blut~zuckerkurven sprechen vor allem im Sinne einer schweren Gleichgewichtsst6rung im vegetativ-endokrinen System. Sympathico-adrenales and vago-insu-l~res System sind nieht mehr harmonisch ,aufeinander abgestimmt.
Wir sehen hier, dab vegetativ-nervSse und endokrine Faktoren offenbar eine groBe t~olle spielen. Es ist das.Verdienst von K~Avs, die vegetativ-nervSsen und hormonalen Wirkungen des Organismus unter Einbeziehung der Elektrolytverschiebungen der Zelle zum nmfassenderen Begriff des ,~vegetativen Systems" erweitert zu haben. Wenn die Teile dieses Systems so harmonisch and eng zusammenarbeiten, daB sie in ihren Wirkungen kaum voneinander getrennt werden kSnnen, so stand zu erwarten, daB StSrungen beispielsweise im vegetativ-endokrinen Apparat sich auch im Elektrolytgleiehgewicht widerspiegeln wiirden. Da bei der Perniosis im Verhalten des K.-H.-Stoffwechsels Anhaltspunkte lfir erhebliehe StSrungen im vegetativ-endokrinen System tats~chlich gefunden ~vurden, lag es nahe, nun auch den Mineralhaushalt des perniosiskranken auf StSrungen seines Elektrolytgleichgewichtes zu untersuehen.
Die Gleichgewiehtszust~nde der Isotonie, Isohydrie and Isoionie beherrsehen den Erregbarkeitszustand der ]ebendigen Substanz. Dabei kommt es weniger auf die absolute Konzentration einer Ionenart an als auf das Verh/~lbnis der einzelnen Ionen zueinander, insbesondere auf die Quotienten. :K/Ca Na/K Ca/Mg. Das Verh~ltnis ]~2,Ca wird indessen yore 0rganismus am zghesten festgehalten (L. 1~. MffLLER, 8. G. ZO~D~K, J. LOEB und C. 0~HME). Entsprechend der Gleichrichtung im Archly f. Dermagologie u. Syphilis. Bd. 186.
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## Abstract 1. Zwischen Kohlehydratstoffwechsel und Kaliumstoffwechsel der Hefezelle besteht ein enger Zusammenhang. In der ersten Phase der Gärung, bei der Glucose‐Aufnahme und Polysaccharidbildung, nimmt 1 g Hefe mit 10 mg Glucose etwa 0,5 mg Kalium auf. Wenn nach etwa 10 Minuten die Kohlendioxyd