## EinfluB der Ernahrung auf die Darmflora T. MITSUOKA Der EinIluB der Ernahrung auf die Darmflora wurde bei verschiedenen Probandengruppen untersucht, Bei alten Menschen geht die Menge der Bifidobakterien auffallend zuriick, wahrend Closfridiwn perfringens stark zunimmt und die Zahlen der Enferob
Der Einfluß der Ernährung auf die Entstehung erblicher Veränderungen
✍ Scribed by Dr. H. Stubbe
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1939
- Tongue
- English
- Weight
- 645 KB
- Volume
- 52
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
ie experimentelle Mutationsforschung hat sich in den D vergangenen 10 Jahren vornehmlich mit der Frage beschaftigt, welche Ursachen den in der Natur hin und wieder zu beobachtenden, plotzlich entstehenden erblichen Veranderungen zugrunde liegen. Diese Forschungen haben zuniichst aufgezeigt, daB zahlreiche AuBeneinfliisse in der Lage sind, Mutationen in gr6Berer Anzahl auszulosen. Vor allem kurzwellige Strahlen haben sich als wirksames Mittel erwiesen, die Mutationshaufigkeit zu steigern. Auf der Grundlage dieser Versuche haben wohldurchdachte und physikalisch-mathematisch gesicherte Uberlegungen zu einer Vorstellung vom Mechanismus der Mutation wie von der Struktur des Gens gefiihrt. Das Gebiet der Strahlengenetik kann heute in seinen Grundziigen als abgeschlossen gelten, wenngleich es auch noch in vielen Einzelfragen der Erweiterung und der Vertiefung bedarf.
Wir wissen aber gleichfalls aus umfangeichen Experimentalarbeiten der letzten Jahre, daB nicht nur solche unphysiologischen Einwirkungen die Mutationshaufigkeit eines Objektes zu steigern vermogen, sondern da63 die Mutabilitat von Tier und Pflanze auch vom Gesamtbestand der vorhandenen Erbanlagen (Idiotypus), der Generationsdauer (Zeitfaktor) , der Teniperatur und anderen physiologisch wirksamen Faktoren abhangig ist.
So haben z. B. Versuche am Gartenlowenmaul (Antirrhinum majusl) ergeben, daB in alternden Samen und in alternden Pollen (Gonen) eine mit zunehmendem Alter immer deutlicher werdende Haufung der Mutationen eintritt. In diesen Versuchen zeigte sich auch, daR die Steigerung der Mutabilitat je Zeiteinheit eine ganz verschiedene ist, je nachdem, ob gealterter Samen oder alter Pollen untersucht wird. WBhrend in 10 J a h r e altem Samen die Mutationsrate 14% betrug, ist schon nach einer Pollenalterung von 10 Wochen eine Erhohung auf 8% eingetreten. Die VorgBnge, die zur Ihtstehung erblicher Verhderungen im Pollen fiihren, laufen liier also urn ein vielfaches schnelkr je Zeiteinheit ab als itii Sarnen. Soweit wir bisher sehen konnen, sind fur diese Vnterschiede nur physiologische Faktoren verantwortlich zu machen, die wir im einzelnen noch nicht kennen, die eben nur in der Nohe der Mutabilitat zum Ausdruck kommen.
Wir haben uns daher zur weiteren Analyse dieser zellphysiologischen Einfliisse in den letzten Jahren,) eingehender mit der Rolle der physiologischen Umwelt auf die Mutabilitat einer genetisch gut bekannten Pflanze beschaftigt und dabei vornehmlich den EinfluB d e r E rn a h r u n g , vor allem des N a h r s t o f f m a n g e l s , auf die Entstehung erblicher Veranderungen untersucht. Dariiber war trotz zahlreicher Versuche iiber Mangelernahrung und Pflanzenwachstum so gut wie nichts bekannt. In allen ernahrungsphysiologischen Versuchen war ausschlieBlich die unmittelbare Auswirkung des gestorten Nahrstoffhaushalts auf die Pflanze gepriift worden. Stets wurden charakteristische Schadigungen, sog. Mangelkrankheiten beschrieben, also rein phanomenologische Beobachtungen, z. B. iiber die Verringerung des Wachstums, Gewebestorungen, Vergilben der Blatter, Fruchtansatz, Verschiebung der Reifezeit u. a. m., gemacht. Im Zusammenhang l ) H .
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